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Winterdienst ausgelastet

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Dieser Winter ist zwar doch recht heftig – vor allem im Vergleich zu den Jahren vorher – aber außergewöhnlich und so extrem, dass man von einem Ausnahmezustand sprechen könnte, ist er nicht. Das sagt Werner Seifert, Geschäftsführender Beamter im Rathaus und auch zuständig für den Winterdienst. Durch die heftigen Schneefälle in den letzten Tagen, insbesondere am Wochenende und zu Wochenbeginn, sind die städtischen Mitarbeiter voll ausgelastet. Die zwei großen Räumfahrzeuge sind ebenso im Dauereinsatz wie das kleine Allzweckfahrzeug Tremo und der Traktor von Waldarbeiter Gerhard Mulzer.

Wohin mit den Schneemassen? Eine Möglichkeit bietet sich am Ölschnitzufer.

Morgens zwischen vier und fünf Uhr geht es los – die Räumfahrzeuge arbeiten nach einem Plan: Hauptverkehrsstraßen und wichtige Durchfahrtsstraßen gehen vor Straßen, die in erster Linie von Anliegern genutzt werden. Je nach Bedarf werde auch am späten Nachmittag noch einmal geräumt.

Und natürlich sind auch die Bauhof-Mitarbeiter zum Schneeschippen verdonnert. Sie kümmern sich um das Terrain der Fußgänger, um Wege, Fußgängerüberwege und Brücken. Letztlich aber seien die Zustände doch zu bewältigen. „Vor allem dann, wenn alle ein wenig mithelfen, sich nicht ausschließlich auf die Stadt verlassen und auch ein bisschen Verständnis und Rücksicht aufbringen“, sagt Werner Seifert, der sich in diesen Tagen mit weit mehr kritischen Bürger-Eingaben als sonst konfrontiert sieht. „Beschwerden gibt es wirklich zur Genüge“.

Einer dieser Beschwerdepunkte beinhaltet den Schnee, der von den Räumfahrzeugen zurück auf den geräumten Gehsteig geschoben wird. Hier verweist der Geschäftsführende Beamte auf die „Gemeindeordnung über die Sicherheit des Verkehrs zur Winterzeit“. Nach dieser Verordnung sind auch die Schneehaufen am Rande der Gehsteige vom jeweiligen Anlieger zu beseitigen. Probleme gab es am Dienstagmorgen auch bei der Müllbeseitigung. Beispielsweise in der Hammerstraße sei das Müllfahrzeug kaum mehr durchgekommen, weil am Rande geparkte Fahrzeuge sehr weit in die Straße ragten. Hier empfiehlt Werner Seifert den Griff zur Schneeschaufel, um für sein Auto eine Ausbuchtung freizuschaufeln.

Ein Wort zur medial viel diskutierten Streusalz-Knappheit. In Bad Berneck ist das kein Thema. Schon im März hat die Stadt vorgesorgt. Und beim Streusalzkontor in Kulmbach rund 260 Tonnen einlagern lassen. Diese reichen laut Werner Seifert „nach jetzigem Stand  problemlos“ aus. Immer wenn Bedarf besteht, könne man auf dieses Kontingent zugreifen.


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