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Jugendtreff im Leichenhaus
Bad Berneck soll ein „richtiges“ Jugendzentrum erhalten. Wie bereits mehrfach berichtet, soll die ehemalige Leichenhalle des alten Krankenhauses umgebaut werden und den Jugendlichen als neuer Freizeittreff dienen. Wichtige Voraussetzungen dafür ist die Gründung eines Jugendvereins mit engagierten und ehrenamtlichen Mitgliedern, die den Jugendlichen zur Hand gehen und auch Betreuungsaufgaben übernehmen. Treibende Kraft für die Vereinsgründung ist Gerald Jung, der bereits seit zehn Jahren Erfahrungen in der Jugendarbeit gesammelt hat. Ein solcher Verein soll dann federführend für den Jugendtreff sein.
Der Weg für den Jugendverein ist bereits geebnet. Die Satzung ist erstellt, die Prüfung auf Gemeinnützigkeit erfolgt, fast täglich wartet Jung auf den positiven Bescheid vom Registergericht. Ende Februar könnte dann bereits die Gründungsversammlung stattfinden, wo ein zweiköpfiger Vorstand sowie drei Beiräte bestimmt werden sollen.
Ohne eine Vereinsgründung sieht Jung seine Ziele nicht realisierbar. Zum einen könne man als gemeinnütziger Verein Spenden erhalten, zum anderen die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen. Denn davon wird es reichlich geben, schließlich soll sich der Jugendverein nicht nur um die so genannten „Brückenkids“ kümmern, sondern es sollen sich alle Jugendlichen angesprochen fühlen, wie auch der neue Jugendtreff Anlaufpunkt für alle Jugendlichen sein soll. „Wir wollen etwas Großes aufziehen“, verrät Jugendreferent Wolfgang Kruhme die ehrgeizigen Pläne, die Jung genauer erläutert: „Ich möchte die Jugendlichen sich nicht alleine überlassen, weil ich denke, dass da auch die Kompetenzen fehlen. Vielmehr möchte ich sie an Eigenständiges heranführen.“ Die Arbeit des Vereins soll einen integrativen Charakter besitzen, der den Jugendlichen auch Perspektiven für die Zukunft aufzeigen soll, z.B. mit verschiedenen Infoveranstaltungen in den Räumen der ehemaligen Leichenhalle. Dort soll den Jugendlichen die Möglichkeit gegeben werden, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten.

Die ehemalige Leichenhalle des alten Krankenhauses. Läuft alles nach Wunsch, könnte hier bald ein Jugendzentrum entstehen.
„Eine Besichtigung der Örtlichkeiten zusammen mit Erstem Bürgermeister Jürgen Zinnert und Wolfgang Kruhme hat bereits stattgefunden, und diese wurden als gut befunden“, so Jung. Die Stadt sei bereit, die Räume im ersten Stock der ehemaligen Leichenhalle unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, geklärt werden müsse noch der Strom- und Wasseranschluss.
Anders als derzeit im Bauwagen sollen die Jugendlichen dort aber nie gänzlich alleine gelassen werden. „Ein Erwachsener, der in erster Linie als Ansprechpartner fungiert, aber gegebenenfalls auch für Ordnung sorgen kann, wird immer vor Ort sein.“
Insgesamt stehen in dem seit Jahren verlassenen Gebäude vier Räume zur Verfügung.
Mehr dazu in der Ausgabe 05/10 des Stadtanzeigers.




















