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Heute vor 25 Jahren: Feuerwehr kämpft mit Eis auf der Ölschnitz
1985 – vor 25 Jahren. Das hatte es schon seit Jahren nicht mehr gegeben: Die Stadt hatte ihre Probleme mit der „Eisgieß“. Nach strengen Wintertagen setzte plötzlich Tauwetter ein. Schneeschmelze war die Folge, und auf der zugefrorenen Ölschnitz brach das Eis in großen Schollen. Das nachdrängende Wasser trieb die Eisplatten weiter. Und viele stapelten sich an den Holzpfeilern der Stege – bis der Druck so groß wurde, dass die Holzstützen weggerissen wurden. Aber für die Eisschollen gab es dennoch kein Weiterschwimmen. Immer wieder verkeilten sie sich und türmten sich auf. Die Folge war, dass das Wasser der Ölschnitz an vielen Stellen aufgestaut wurde und bald über die Ufer trat. Im Bereich zwischen Anger und der Schule waren bald Wege und Wiesen überschwemmt, und die Holzbrücken mussten gesperrt werden.

Einen ganzen Tag lang war die Bad Bernecker Feuerwehr vor 25 Jahren im Einsatz, um die großen Eisschollen auf der Ölschnitz zu lockern, um damit die Überschwemmungen im Bereich zwischen Anger und Schule zu beheben.
Eine gefährliche Situation, bei der nur die Feuerwehr helfen konnte. Einen ganzen Tag lang war sie deshalb im Einsatz. Mit langen Eisenstangen versuchten die Wehrmänner, die Eisplatten etwas zu lockern, damit sie weiterschwimmen konnten. Der neuralgische Punkt war beim Zusammenfluss von Ölschnitz und Weißem Main. Aber auch dieser Einsatz reichte noch nicht aus, um die Gefahr zu beheben. Deshalb kam noch ein Bagger der Baufirma Bauer zum Einsatz. Baggerführer Hans Skudlik musste dabei all seine Geschicklichkeit anwenden, um nicht nur das obere, zum Teil einen halben Meter dicke Eis, sondern auch noch das Grundeis in der Ölschnitz zu zerkleinern, damit es weitertreiben konnte. Zahlreiche größere Eisplatten schaufelte er mit dem großen Baggerlöffel aus dem Bachbett in die angrenzende Wiese. Hier war wahrlich Präzisionsarbeit gefragt.
Dieser Einsatz der Feuerwehr über einen ganzen Tag hinweg hatte natürlich auch viele Zuschauer angelockt. Und so mancher konnte sich noch an die riesige „Eisgieß“ etliche Jahre vorher erinnern: Damals hatten sich die Eisschollen zu wahren Bergen in der Ölschnitz aufgestapelt, dass die amerikanische Garnison auf dem Bindlacher Berg zur Hilfe gerufen wurde: Die Soldaten zündeten dann Sprengladungen an einigen Stellen im Bachbett, um den Eis- und Wassermassen einen Abfluss zu ermöglichen.




















