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Bad Berneck wählte anders

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Bei uns hätte man gerne weitergequalmt. Ginge es nach den Bad Berneckern bliebe das Rauchverbot in Gaststätten, Kneipen und Bierzelten so gelockert wie es bis heute der Fall ist. Denn anders als in Gesamtbayern plädierte in unserer Stadt die Mehrheit der Wähler gegen ein strengeres, ausnahmsloses Rauchverbot in gastronomischen Einrichtungen. Während sich auf Landesebene 61 Prozent der Wähler dafür aussprachen, das Qualmen in Kneipen, Gaststätten und Bierzelten komplett zu verbieten, waren es in der Kurstadt nur rund 48 Prozent.

Kippe aus heißt es am 1. August in ausnahmslos allen gastronomischen Einrichtungen in ganz Bayern.

3464 wahlberechtigte Bad Bernecker waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben, nur 1151 von ihnen ließen sich an den Urnen blicken oder votierten per Briefwahl. Die Wahlbeteiligung lag bei enttäuschenden 33,2 Prozent und damit noch unter dem ebenfalls recht ernüchternden landesweiten Schnitt von 37,7 Prozent. 551 Ja-Stimmen standen 598 Nein-Stimmen gegenüber, zwei Stimmen waren ungültig, teilte Wahl-Koordinator Werner Seifert dem Stadtanzeiger mit. Er sprach von einer reibungslosen Wahl, was natürlich auch an der geringen Wahlbeteiligung lag.

Bei einer Mehrheit der Gegner wäre es bei den geltenden Regeln geblieben: Demnach ist momentan das Rauchen im Freistaat in Schulen, Bahnhöfen, öffentlichen Gebäuden und Speisegaststätten verboten. Ausnahmen sind aber Festzelte, Nebenräume größerer Gaststätten und Eckkneipen, wenn diese kleiner als 75 Quadratmeter sind und Jugendliche unter 18 Jahren keinen Zutritt haben. Hier kann der Wirt selbst entscheiden.

Damit ist es ab August vorbei. Künftig wird es nur ganz wenige Ausnahmen geben, zum Beispiel dürften psychisch Kranke weiter in speziellen Räumen in Kliniken rauchen.


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