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Ein Jahr Verkehrsüberwachung

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Seit fast einem Jahr klopft man den Verkehrssündern in unserer Stadt auf die Finger. Was sprechen nun die Daten und Fakten? Eine erste Bilanz lohnt allemal, fördert sie doch beeindruckende Zahlen zu Tage. So wurden bis heute insgesamt 2226 Verstöße geahndet. Davon 1448 im fließenden Verkehr, im ruhenden waren es immerhin 778.

Seit August vergangenen Jahres wird im Auftrag der Stadt an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet geblitzt. Bei den Geschwindigkeitskontrollen wurden bislang 1448 Verstöße geahndet.

Wie war die Reaktion der Bürger? Hat sich das Verkehrsverhalten im Laufe des Jahres gebessert? Erster Bürgermeister Jürgen Zinnert und Manfred Neuner vom Ordnungsamt blicken für den Stadtanzeiger zurück. Die Einführung der Überwachung des fließenden und ruhenden Verkehrs im August letzten Jahres wurde laut Zinnert von den Bürgern größtenteils ohne Murren akzeptiert: „Es gab so gut wie keine Beschwerden, schon gar keine bösen.“ Das Gegenteil sei der Fall, ergänzt Manfred Neuner: „Oft weisen uns Bürger auch freundlich darauf hin, dass Fahrzeuge falsch stehen oder sogar Rettungswege oder Einfahrten blockieren. In einigen Fällen wurden wir auch schon gebeten, einen Blitzer aufstellen zu lassen, da Fahrzeuge in Wohngebieten zu schnell fahren.“ Gezieltes Denunziantentum allerdings war nicht festzustellen.

Erfolgreich, und da sind sich Zinnert und Neuner einig, sind die Einsätze der Kontrolleure allemal. „Unser Ziel war und ist es nicht, den Stadtsäckel zu füllen, sondern für einen geordneten Verkehrsablauf – ob ruhend oder stehend – zu sorgen“, so Zinnert. Und das auf Dauer, die Überwachungsmaßnahmen sind nämlich langfristig angelegt, „der Vertrag ist nicht befristet.“ Die sichtbarsten Erfolge werden laut Manfred Neuner im ruhenden Verkehr erzielt. „In manchen engen Gassen blockierten oder behinderten falsch geparkte PKW die Müllabfuhr. Durch die Parkraumüberwachung wurde dieses Problem fast gelöst. Auch die Zahlungsmoral für die Parkuhren ging deutlich nach    oben.“

Kontrolleur Wolfgang Peetz macht freilich nicht immer dieselbe Tour, laut Manfred Neuner wird im Stadtbereich aber fast alles abgegrast. Die Parkraumüberwachung sei vor allem bei den Gastronomen in der Oberstadt gut angekommen, denn mittlerweile seien des öfteren noch freie Parkplätze zu finden. Potenzielle Gäste blieben der hiesigen Gastronomie so eher erhalten.

In vielen Fällen ist Wolfgang Peetz sehr kulant, meist sucht er den Dialog, bevor er ein Knöllchen verteilt. Manfred Neuner: „So notiert er sich oft erst das Kennzeichen und die Uhrzeit von einem Falschparker, um später wieder zurückzukehren, erneut zu prüfen und dann erst seiner Pflicht nachzugehen, wenn das Fahrzeug immer noch verboten steht oder die Parkuhr leer ist.“

Die Blitzer haben solch einen Spielraum nicht, wer zu schnell fährt, wird erfasst. Gleich zu Beginn im August letzten Jahres verzeichnete die kommunale Verkehrsüberwachung 171 Verstöße, im Oktober 278 und im Dezember letzten Jahres 154. Ein Trend, ob die Geschwindigkeitsüberschreitungen zurückgehen, ist nicht zu erkennen, vor allem, weil stets an verschiedenen Standorten mit verschiedener Verkehrsdichte gemessen wurde, wodurch die Messdaten kaum einen Vergleich zulassen.


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