Abonnieren: Artikel | Kommentare

Auch Brandholz leistet seinen Teil

0 Eintrag

Mehrmals schon stand die Frage im Raum, inwieweit sich die Stadt Goldkronach oder konkreter die Bürger aus Brandholz an den Kosten einer neuen Bad Bernecker Kläranlage beteiligen müssen. Einiges an Klarheit brachte hierzu die Bürgerversammlung in Brandholz, abgehalten im alten Schulhaus.

Eine Schilfkläranlage am Zoppatenbach (Foto) wurde zwar geprüft. Doch inzwischen favorisiert Goldkronachs Bürgermeister Günter Exner wieder eindeutig einen Verbleib bei Bad Berneck, was das Abwasser betrifft.

Goldkronachs Bürgermeister Günter Exner machte die Frage zu einem Hauptthema der Versammlung. Grundlage für den Umfang der finanziellen Beteiligung in Brandholz sei eine Zweckvereinbarung mit der Stadt Bad Berneck aus dem Jahr 1978, erläuterte der Bürgermeister. Seinerzeit schon wurde festgeschrieben, dass sich die Stadt Goldkronach an allen Investitionen mit fünf Prozent der Investitionssumme beteiligen muss. Bei derzeit im Raum stehenden 5,5 bis 6 Millionen, bedeute dies entsprechend also einen Anteil von 300.000 Euro für die Stadt Goldkronach.

Wie dieser Betrag an die Bürger weiterverrechnet wird, ist dann allein Sache der Stadt Goldkronach. Der Stadtrat kann demnach festlegen, ob dieser als einmaliger Herstellungsbeitrag (was durchschnittlich etwa 2.000 Euro pro Anwesen bedeuten würde), als reine Umlage auf die Abwassergebühren (was einer Verteuerung der Abwassergebühr um etwa 1 Euro pro Kubikmeter entsprechen würde) oder als Mischform von beiden weitergegeben werden soll. Doch die Goldkronacher könnten aus dieser Vereinbarung auch ausscheren. Denn die Zweckvereinbarung ließe sich mit einer Frist von fünf Jahren kündigen. „Wir wären dann 2016 draußen“, erläuterte der Bürgermeister. Eine Möglichkeit, die schon geprüft wurde. Eine Schilfkläranlage am Zoppatenbach oder auch ein Kanal nach Goldkronach, der allerdings auch auf knapp 300.000 Euro käme, wurden ins Kalkül gezogen. Doch Bürgermeister Exner favorisiert einen Verbleib bei Bad Berneck und sprach sich für die Finanzierung je zur Hälfte durch Herstellungsbeiträge und Umlegung auf die Abwassergebühr aus. Schließlich wäre der Ablauf der Kündigungsfrist bei regulärem Planungsverlauf in Bad Berneck zu spät, um sich vor der Finanzierung der Kläranlage ausklinken zu können. Festgelegt wurde, dass bis nächstes Jahr Modellrechnungen für die Bürger vorgelegt werden sollen.

Exner ging auch auf die laufenden Arbeiten im Bereich Bruckmühle ein. Es habe sich gezeigt, dass der Kanal „total marode“ sei. Allerdings, wie sich inzwischen gezeigt hat, aber ausschließlich auf Bad Bernecker Grund.

Zum weiteren Thema Breitbandverkabelung erläuterte dann der Bürgermeister, dass durch eine Investition im Umfang von 50.000 Euro in Goldmühl eine deutliche Verbesserung auf eine Übertragungsrate von 6.000 bis 7.000 Mbit/Sekunde für Brandholz möglich wäre. Das würde heißen, dass technische Verbesserungen auf Bad Bernecker Flur durch Goldkronach zu zahlen wären. Ralf Selwitschka brachte hier als Alternative eine verbesserte UMTS-Anbindung ins Gespräch, die nun auch geprüft werden soll.

Bürgermeister Günter Exner warb im Rahmen der Bürgerversammlung aber auch für den Bürgerbus, zumal der ursprüngliche Wunsch danach von Brandholzer Bürgern geäußert wurde.  Wobei übrigens auch die Anregung zu Fahrten nach Bad Berneck kam.

In seinem Bericht ging Bürgermeister Günter Exner auch auf Maßnahmen ein, die Brandholz selbst betrafen. Unter anderem wies er darauf hin, dass im ablaufenden Jahr die Fürstensteinstraße hergerichtet wurde.

Im Zusammenhang mit einem Energienutzenplan, der in Goldkronach genau wie in Bad Berneck aufgestellt werden soll, wurde dann übrigens sogar Bad Berneck als Vorbild genannt. Denn derzeit besteht in der Kurstadt ein Anteil von 25 Prozent erneuerbaren Energien am Energiemix. Was allerdings am Wasserkraftwerk liegt. Denn Goldkronach hat hier nur einen Anteil von acht Prozent, was aber mit Hilfe dieses Plans geändert werden soll.

 


Kommentar dazu schreiben:

Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu schreiben.