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Außergewöhnliche Sportstunde

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Eine besondere Erfahrung bot sich den Schülern der Sebastian-Kneipp-Volksschule im Rahmen einer Sportstunde, die etwas anders als gewohnt ablief.

Einfach loslegen funktioniert beim Rollstuhl-Basketball nicht. Zunächst gilt es, den Umgang mit dem Rollstuhl zu lernen.

Mit Rollstuhlbasketball und Blindenfußball erhielten Schüler der Klassen 5 bis 9 einen Eindruck, welche Herausforderung es bedeutet, mit einer Behinderung umzugehen. Durch ein Förderprojekt der Telekom sollen Schülerinnen und Schüler eine „Neue Sporterfahrung“ machen und erleben, wie anspruchsvoll die Beherrschung eines Rollstuhls mit Ball und wie schwierig eine Orientierung ohne Sehvermögen ist. Seit 2006 engagiert sich die Deutsche Telekom für den Behindertensport. Mit ihrer Schüleraktion will die Deutsche Telekom Jugendliche dafür sensibilisieren, welche Leistungen behinderte Sportler erbringen.

Bernd Frank, der Schulleiter der Sebastian-Kneipp-Volksschule in Bad Berneck betont: „Es ist ein wichtiges Stück Lebenserfahrung, das wir unseren Jugendlichen mit auf den Weg geben. Es geht darum, Unsicherheiten und Berührungsängste gegenüber Menschen mit Einschränkungen abzubauen. Stattdessen werden Werte wie Toleranz, Verständnis und Hilfsbereitschaft gestärkt.“

Mit einem langfristig angelegten Förderprojekt ermöglicht die Deutsche Telekom weiterführenden Schulen, jungen Menschen im Rahmen eines Projekttages neue Bewegungserfahrungen zu vermitteln. Das Förderprojekt „Neue Sporterfahrung“ führt die Deutsche Telekom bundesweit in Kooperation mit den Partnern Deutscher Behindertensportverband und dem Deutschen Rollstuhl-Sportverband durch.

Durch die „Neue Sporterfahrung“ erleben Schüler unter Anleitung erfahrener Übungsleiter, welche hohen Anforderungen sich beim Rollstuhlbasketball stellen. Bei dem Projekttag war auch mit dem für Würzburg in der 2. Rollstuhlbasketballliga spielenden Gerd Herold ein aktiver Spieler dabei. Er zeigte den Jugendlichen den Umgang mit dem Rollstuhl und bereitete sie auf das schnelle und athletische Spiel mit Rollstuhl und Basketball vor. Den Abschluss bildet ein Rollstuhlbasketballspiel.

Um ein völlig neues Erleben von Sport ging es auch bei der paralympischen Disziplin Blindenfußball. Das Spiel wurde ursprünglich für Sehbehinderte entwickelt. Ziel ist es, rein über Gehör einen mit einer Klingelkugel versehenen Ball in das gegnerische Tor zu schießen. Mit verbundenen Augen konnten die  Schüler die Erfahrung machen, wie schwer Orientierung und sportliche Aktivität ohne Sehkraft zu koordinieren sind. Obwohl sehende Helfer, so genannte „Buddys“ Anweisungen geben dürfen und trotz der Tatsache, dass der Ball gut hörbar rasselt.

Seit März 2011 wird das Projekt an 70 Schulen in Bayern durchgeführt. Durchschnittlich werden vier Schulen pro Woche besucht. Aus Stadt und Landkreis Bayreuth wurden nur noch die Johannes-Keppler-Realschule als weiterer Veranstaltungsort ausgewählt. Somit ist die Sebastian-Kneipp-Volksschule der einzige Veranstaltungsort im Landkreis.


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