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Beim Verfolger souverän

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Mit einem überraschend deutlichen wie ungefährdeten 3:0-Sieg beim Tabellendritten SV Hutschdorf hat der TSV Bad Berneck seine Spitzenposition in der A-Klasse IX behauptet. Durch das Bravourstück unterstrichen die Harreis-Schützlinge nicht nur ihre Aufstiegsambitionen, sie tankten gleichzeitig Selbstvertrauen für das am heutigen Freitag um 18 Uhr anstehende Gipfeltreffen beim Hauptverfolger ATS Wartenfels.
„Danke Jungs, ihr habt mir echt ein tolles Geburtstagsgeschenk gemacht“, freute sich TSV-Spielertrainer Klaus Harreis nach 90 Minuten, die seine Mannen fast nach Belieben beherrscht hatten. Der Kurstädter Coach feierte am vergangenen Sonntag seinen 40. Geburtstag und strahlte am Ende über alle Backen nach dem Präsent seiner Schützlinge. Freilich hatte er selbst auch wesentlich dazu beigetragen. Als umsichtiger Libero, dazu kompromisslos im Zweikampf und gut organisierend, bescherte er seinem Torhüter Christopher Uhlig einen weitgehend ereignislosen Nachmittag.
Anders sein Gegenüber. Der hatte alle Hände voll zu tun und letztlich den größten Anteil daran, dass seine pomadige, ja teilweise lustlose Elf kein Debakel erlebte. Aber der Reihe nach: Die Bad Bernecker gingen vom Anpfiff weg hoch konzentriert zu Werke. Sie hatten sich auf ein kampfbetontes Duell bei einem der hartnäckigsten Verfolger und einer der besten Heimmannschaften eingestellt. Und waren dann doch selbst überrascht, wie wenig Gegenwehr sie erwartete. So zogen die Gäste unter der Führung von Regisseur Maximilian Völkl ein gekonntes Kombinationsspiel auf, das schon in der 8. Minute das erste Mal von Erfolg gekrönt war. Nachdem Timo Neukam im Strafraum von den Beinen geholt worden war, verwandelte Bruder Tobias sicher zum 1:0.
Und auch in der Folgezeit ging das Spiel weiter in eine Richtung, die langen Bälle auf die Hutschdorfer Spitzen stellten die TSV-Abwehr vor keine großen Probleme. So war das 2:0 in der 14. Minute dank weiterer durchdachter Angriffsbemühungen nur folgerichtig. Stefan Hartmann schüttelte an der Eckfahne seinen Bewacher ab, passte nach Innen zu Maximilian Völkl, der aus kurzer Distanz kein Problem mehr hatte. Für die frühe Vorentscheidung sorgte schließlich Volkan Bahar, dessen 3:0 in Kategorie „besonders sehenswert“ fiel, als er einen 40-Meter-Diagonalpass von Harreis kurz aufspringen ließ, um das Leder dann per Direktabnahme aus spitzem Winkel in die Maschen zu befördern.
Damit ließ es der TSV erst einmal bewenden, wobei er stets Herr der Lage blieb und weitere gute Chancen verzeichnete. Das änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht. Wer nun einen wütenden Gastgeber erwartet hatte, wurde bitter enttäuscht. Die Kurstädter konnten es sich erlauben, gleich mehrere Gänge zurückzuschalten, sie blieben trotzdem das bessere Team. Sie verpassten es dabei, noch mehr Kapital aus ihren Konterchancen zu schlagen. Insbesondere Stefan Schmidt hatte mehrmals Gelegenheit, seine gute Vorstellung mit einem Treffer zu krönen. Hutschdorf hingegen blieb bis zum Schluss harmlos, bot eine enttäuschende Vorstellung. Diese versuchte SV-Spielertrainer Sven Zink mit einer Reihe verletzter Spieler zu erklären.
Fazit: Mit einer famosen Vorstellung, insbesondere in Hälfte eins, verdiente sich der TSV die drei Punkte redlich. Das Ergebnis schmeichelte letztlich eher den Gastgebern. Aus einer TSV-Elf ohne Schwachpunkt ragten Völkl und Harreis noch besonders heraus.


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