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Das Blütenfest-Aus ist beschlossene Sache

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Dass die besten Jahre vorbei waren, das war sicher jedem klar, der mit offenen Augen die Entwicklung verfolgt hat. Doch die Information, dass aktuell in nichtöffentlicher Sitzung des Stadtrates beschlossen wurde, das Blütenfest ganz vom Festkalender abzusetzen, kam dann doch etwas überraschend.

Nur zunächst schien es so, als könnte die Zusammenarbeit mit Adam Leider (vorne links) weitergehen. Doch inzwischen ist das Blütenfest schon Geschichte.

Es sei einfach so, dass das Blütenfest den heutigen Ansprüchen der Besucher nicht mehr gerecht werden konnte. Aus diesem Grunde sei in nichtöffentlicher Sitzung des Stadtrates beschlossen worden, auf ein Blütenfest zu verzichten, so die Information von Bürgermeister Zinnert.
Eine Fortführung wäre nur in Frage gekommen, falls das Fest einen finanziellen Mehrwert für die Stadt bringen würde. Doch auch wenn der Verlust von 3.000 Euro 2010 auf etwa 1.000 Euro vergangenes Jahr gedrückt werden konnte, sei eine Kostenneutralität nicht möglich. Andererseits war das Fest auch nicht mehr der Veranstaltungshöhepunkt vergangener Zeiten, der Besucher in Massen nach Bad Berneck gelockt hätte, so Zinnert weiter.
Aber auch einen Wirt gab nicht mehr. Der letztjährige Wirt Adam Leider wollte zwar eigentlich weitermachen. Doch schon nach dem Fest hatte er sich zunächst einige Zeit nicht mehr im Rathaus gemeldet. Dabei war ursprünglich sogar geplant, ein Musikfest im Rahmen des Blütenfest stattfinden zu lassen. Und auch ein Kontakt mit den Isartaler Hexen war hergestellt worden. Doch genau da lag das offensichtliche Hauptproblem. Denn Festwirt Adam Leider war nicht bereit, das wirtschaftliche Risiko auf seine Kappe zu nehmen. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Stadt ein wichtiger Punkt. Das mit Leider hatte sich so erledigt. „Wir merkten, dass das tatsächliche Interesse nicht mehr da war.“
Die Suche begann und fast wäre man  fündig geworden: ein Festwirt, der unter anderem schon in Marktredwitz tätig ist, kam auf die Stadt zu. Er hinterließ den Eindruck, ein geeigneter Kandidat zu sein, wollte sich um viele Dinge kümmern. Allerdings zeigte sich schnell, dass auch er nicht breit war, die Finanzierung der Kapellen auf eigenes Risiko zu übernehmen. Der Kandidat hätte sich zumindest einen Zuschuss vorgestellt, so Zinnert. Damit hatte sich auch diese Lösung erledigt, obwohl die Zeit wieder sehr drängte. Deshalb herrschte nun auch die Meinung im Stadtrat, man wolle es sich nicht mehr wie im Vorjahr „antun“, ein Fest in kürzester Zeit aus dem Boden zu stampfen. Zumal in Bad Berneck ja genügend traditionelle Feste blieben. Und man sich auch darauf konzentrieren wolle, neue Angebote zu forcieren. Das Burgenfest etwa sei mit 400 bis 500 Besuchern ein sehr gutes Beispiel. Die Schiene solle ausgebaut werden. Zumal sich so auch wieder ein höheres Niveau erreichen lasse. Denn auch der Vergnügungspark oder das verwendete Zelt hatten schon bessere Zeiten gesehen.
Harald Judas


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