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Die Stadt des Lichts

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„Wesentlich mehr Zuspruch als erwartet“, freut sich Gerd Heß, der am Freitag vergangener Woche einen Riesenerfolg mit seiner Lichtinstallation entlang der Ölschnitz und im Kurpark feierte. Es dürften in der Tat rund 500 Besucher gewesen sein, die den Weg in die Oberstadt gefunden und sich ein Plätzchen entlang der Ölschnitz, auf den Brücken oder im Kurpark gesucht hatten.

 ONLINE33Insgesamt 16 Stunden hatten Gerd Heß und seine Helfer am Vortag aufgewendet, um für den besonderen visuellen Genuss zu sorgen. Am Freitag war das Team dann ab Mittag wieder im Einsatz, verlegte Leitungen, installierte Strahler oder LED-Leisten. Gleichzeitig hieß es für die Stadtbediensteten auf dem Parkplatz am Kolonnadenweg ein kleines Zelt aufzubauen. Insgesamt 500 Einladungen waren an wichtige Persönlichkeiten in näherer und weiterer Umgebung verschickt worden. Davon waren auch einige gekommen, denn es gab im Vorfeld über 100 Rückmeldungen. Die Mehrzahl der Gäste waren aber Bad Bernecker Bürger.

Bei denen kam die Lichtinstallation überaus gut an. „Einhundert Prozent positive Reaktionen“ hatte Gerd Heß selbst wahrgenommen. Von einem Kleintransporter aus steuerte er die Installationen und hatte damit gewissermaßen inmitten der gespannt wartenden Zuschauer sein Domizil aufgeschlagen. Heß betonte gegenüber dem Stadtanzeiger noch einmal, dass es darum ging, zu zeigen, was in der Stadt mit Licht möglich ist. Und zwar auch möglichen Fördergebern, etwa von Stiftungen oder staatlichen Stellen gegenüber. Die vorsorglich auch mit eingeladen waren.

„Mit Licht kann man Emotionen wecken“, hatte zum Einstieg in den Abend in einer Runde mit Grußworten der Präsident der als Helfer eingesetzten Indy Bikerz und Rheingold-Wirt Klaus Hutzler festgestellt. Im Vergleich zum Probelauf mit einer Beleuchtung des Schlossturms – der Stadtanzeiger berichtete – „wollen wir noch etwas drauflegen“, so Hutzler. „Wir haben schöne Sachen, die wir beleuchten wollen.“

„Lichtkonzepte weiten unsere Räume auf. Eine kreative Illumination kann aber auch ein Beitrag für den Tourismus sein“, stellte Bürgermeister Jürgen Zinnert heraus. Und zusätzliche Beleuchtung könnte letztlich auch einen Beitrag zur Sicherheit und Barrierefreiheit liefern. „Lassen Sie sich ganz einfach überraschen“, so der Bürgermeister, der danach auch noch kurz Gerd Heß vorstellte. Als einen Neubürger, der seit einem Jahr in der Stadt wohnt und gerne etwas anstoßen möchte. Zinnert begrüßte aber auch eine Reihe von Ehrengästen, wie aus Bischofsgrün den 2. Bürgermeister Uwe Meier und aus Goldkronach den dritten Bürgermeister Wieland Pietsch an der Spitze einer größeren Abordnung. Aber auch der Fotoamateurclub Mainleus/Kulmbach mit dem Vorsitzenden Manfred Ströhlein sowie eine Reihe von Hobbyfotografen hatten sich unter die Zuschauer gemischt.

„Warum nur für wenige Stunden“, fragte dann Zinnert in den Raum. Um selbst die Antwort zu geben, dass für ein längeres Event doch erhebliche Kosten angefallen wären. So für die Unterbringung von Helfern, Verpflegung oder Versicherung. Auch der Ort wurde nicht zufällig ausgesucht. Denn vor dem Hintergrund der Baumaßnahme an der Ölschnitzpromenade biete sich die Chance zu überlegen, ob nicht auch ein kreatives Beleuchtungskonzept etwas wäre. „Es bleibt mir, mich ganz herzlich bei Gerd Heß zu bedanken“, so der Bürgermeister.

Auch Gerd Heß selbst ergriff das Wort, stellte heraus, dass er zeigen möchte, welche Möglichkeiten es in Bad Berneck gibt. „Ich sage, es funktioniert“, meinte er zu seinem Vorhaben, etwas zu bewegen. Und mit Blick auf die Fördertöpfe ergänzte er: „Geld ist da, es muss nur umgeleitet werden.“

Die Installation freilich kam bei den Besuchern sehr gut an. „Ich fand es eindrucksvoll“, resümierte Stadtrat Klaus Sowada. „Es waren auch viele Goldkronacher da“, stellte zunächst Erika Schönauer fest, um dann zu loben: „Mir hat‘s gefallen“ und zu ergänzen, dass sie toll fand, dass viele Bad Bernecker nach der fünfminütigen mit Musik unterstützten Vorführung, die danach noch einige Stunden durchlief, auch in die hiesigen Kneipen einkehrten.

Die Bad Bernecker waren jedenfalls fasziniert und das Interesse an den Ideen von Gerd Heß ist geweckt. Die nächste Aktion ist wie berichtet die „WM im Kurpark“.

ju

 


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