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Doppelte Pleite für SVR

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Nach dem vielversprechenden Saisonauftakt mit dem 3:1-Erfolg über den SV Weidenberg ist der nach wie vor personell arg geschwächte SV Röhrenhof auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden: Einer deutlichen 1:4-Niederlage beim TSV Presseck am Donnerstag folgte am Sonntag eine knappe Pleite gegen den BSC Bayreuth-Saas. 3:4 unterlag die Nachtmann-Elf den Lerchenbühlern, wobei der entscheidende Treffer der Gäste erst in der letzten Minute der Nachspielzeit fiel.

Damit sind die Rot-Weißen auf Platz acht der aktuellen Kreisliga-Tabelle zurück gefallen.

TSV Presseck – SV Röhrenhof 4:1 (1:1)

Man merkte den Gastgebern sofort an, dass sie auf Wiedergutmachung für die in St. Johannis erlittene Auftaktniederlage (3:6) aus waren. Presseck war spielerisch und läuferisch überlegen und spielte Pressing im Mittelfeld, wodurch die Gäste aus Röhrenhof nicht ins Spiel kamen. Außerdem standen die Rot-Weißen zu weit von ihren Gegnern weg. Nicht von ungefähr musste Keeper Riedelbauch schon in der ersten halben Stunde dreimal sein ganzes Können aufbieten, um einen Rückstand zu verhindern.

Und dennoch wäre den Röhrenhofern fast die Führung gelungen. Spielertrainer Nachtmann war urplötzlich mit einem platzierten und wuchtigen Kopfball zur Stelle, fand aber seinen Meister im Pressecker Keeper. Das erste Tor fiel im Gegenzug, als Ammersdörfer den Ball in den Winkel jagte, nachdem es die SVR-Verteidiger verpasst hatten, das Leder aus der Gefahrenzone zu bugsieren.

Nun schienen die Röhrenhofer erwacht, es folgte ihre beste Phase – und auch der Ausgleich: Nach einem präzisen Pass von Daniel Sauerstein genau in den Lauf von Hasan Seker, zog dieser von der linken Strafraumecke ab und überwand den herausgelaufenen Torwart zum 1:1-Pausenstand.

Nach Wechsel war die Heimelf wieder tonangebend, allerdings war der erneute Führungstreffer ein Geschenk des schwachen Schiedsrichters Klerner. Als sich hinter dessen Rücken ein Stürmer schreiend zu Boden fallen ließ, zeigte er auf den Strafstoßpunkt. Eberhardt ließ sich diese Chance nicht entgehen. Röhrenhof gestattete dem Gegner weiterhin zu viel Spielraum. So auch beim 3:1. Nutznießer der zu laschen Verteidigung war Habla, der ungehindert von der Strafraumgrenze aus abziehen konnte.

Der SVR war zwar bemüht, dem Spiel noch eine Wende zu geben, doch es wollte nichts Konstruktives mehr gelingen. Im Gegenteil: Mussten die Gäste in der Schlussminute auch noch das 1:4 hinnehmen – erneut durch einen äußerst fragwürdigen Strafstoß. Ein Pressecker Stürmer war bereits gefallen, bevor es zu einer Berührung durch Keeper Riedelbauch gekommen war. Was den Unparteiischen nicht daran hinderte, wieder auf den Punkt zu zeigen.

Fazit des Spiels: Unter dem Strich hat die spielerisch bessere Mannschaft verdient gewonnen. Presseck präsentierte sich sehr ballsicher im Mittelfeld. Röhrenhof zeigte nicht den gleichen Einsatz wie im Auftaktspiel gegen Weidenberg.

SV Röhrenhof – BSC Bayreuth-Saas 3:4 (1:1)

Das Spiel begann ganz nach dem Geschmack der Rot-Weißen. Schon in der zweiten Spielminute ging man in Führung: Nach einem Pass von Daniel Sauerstein setzte sich Michael Bartoschek gegen seinen Bewacher durch und spielte in die Mitte, wo BSC-Verteidiger Ermer den Ball unbedrängt in das eigene Tor bugsierte. Auch in den Folgeminuten  bestimmte der SVR die Partie. Doch nach und nach nahmen die Gäste das Zepter in die Hand, waren läuferisch überlegen und kamen zu Torchancen, die jedoch leichtfertig vergeben wurden. Besonders anfällig waren die Hausherren über ihre linke Seite. Immer wieder hatte man gegen den flinken Nsabimana das Nachsehen.

Röhrenhof kam in der ersten Spielhälfte nur noch einmal vor das Gästetor. Kurz vor der Pause glichen die Wagnerstädter dann doch noch aus. Nsabimana versetzte Jens Jungwirth und spielte auf Weber. Bernd Zimmermann wollte noch klären, traf aber im Strafraum nur die Beine seines Gegners. Folgerichtig entschied der Unparteiische auf Strafstoß, den Ermer sicher verwandelte und somit seinen Fehler beim Eigentor wieder gut machte.

Der zweite Durchgang begann mit einer guten Möglichkeit für Hasan Seker. Nach einem langen Ball aus der Abwehr scheiterte er am herauslaufenden Gästekeeper Spindler. Danach machten die Wagnerstädter wieder Tempo, Röhrenhof war weiterhin zu passiv. So dauerte es dann auch nur wenige Minuten, bis die Nachtmann-Elf ins Hintertreffen geriet. BSC-Akteur Knappe hatte im Strafraum zu viel Platz und traf aus halbrechter Position zum Führungstreffer.

In der Folgezeit litt das Spiel unter häufigen Verletzungsunterbrechungen. Röhrenhof versuchte es jetzt mit einer offensiveren Ausrichtung, brachte aber nicht viel zu Stande. Als in der 81. Spielminute Keeper Marco Riedelbauch bei einer Flanke auf der Linie kleben blieb, traf Gästestürmer Will aus kurzer Distanz zum 1:3. Die Partie schien gelaufen.

Lange einen schweren Stand hatte die SVR-Offensive, wie hier Michael Bartoschek (rechts).

Doch Röhrenhof steckte nicht auf und kam in der Tat noch einmal heran. Zunächst legte BSC-Keeper Spindler Röhrenhofs Kapitän Cengiz Seker im Strafraum, was zu einem Elfmeter führte. Hasan Seker verwandelte sicher. Danach sah der Gästekeeper die Ampelkarte wegen einer Unsportlichkeit, ehe in der letzten Minute der regulären Spielzeit auch Hasan Seker nach einem unnötigen Foulspiel den gelb-roten Karton gezeigt bekam.

Und dennoch durfte auf Röhrenhofer Seite kurze Zeit später gejubelt werden, als in der Nachspielzeit Youngster Jens Jungwirth einen Freistoß aus 25 Metern im Torwinkel unterbrachte. Doch anstatt sich diesen glücklichen Punkt zu sichern, wurden die Rot-Weißen übermütig und entblößten die Abwehr. So kamen die Bayreuther in der 96. Spielminute doch noch zum verdienten Siegtreffer. Weber bediente Preiss, der aus kurzer Entfernung keine Mühe hatte einzunetzen.

Fazit des Spiels: Wieder einmal folgte auf einen guten Beginn ein Einbruch bei der Nachtmann-Elf. Anstatt weiter mutig nach vorne zu spielen, überließ man dem Gegner die Initiative und lief nur hinterher. Der Sieg der jungen Bayreuther Mannschaft war hochverdient. Beste Spieler der Gäste waren Nsabimana und Göbel. Bei Röhrenhof tat sich kein Akteur hervor.


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