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Enttäuschender Auftakt für den TSV

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Fehlstart im Lager des TSV Bad Berneck. Den Auftakt in die neue A-Klassen-Saison hatte man sich wahrlich anders vorgestellt. 1:2 unterlagen die Schwarz-Weißen dem ATS Wartenfels, damit sind sie die Favoritenrolle erst einmal los. Im Gegenteil: Mit einem imponierenden Auftritt verdienten sich die spiel- und laufstarken Gäste nicht nur den knappen Sieg, sondern hievten sich damit auch gleich selbst auf den Schild des Favoriten.

Das sah auch Bad Bernecks neuer Trainer Klaus Harreis ähnlich, der von einem letztlich gerechten Ergebnis sprach. Wobei er mit seiner Mannschaft einfach nicht zufrieden sein konnte. „Insbesondere die erste Halbzeit hatte ich mir so nicht vorgestellt“, konstatierte der 39-Jährige, der verletzungsbedingt nicht hatte eingreifen können. Und in der Tat musste man sich als erwartungsfroher TSV-Fan doch die Augen reiben, wie ängstlich und mit wie wenig Esprit die junge und hochgelobte TSV-Elf nach einer vielversprechenden Anfangsoffensive mit Chancen durch Tobias Neukam (Außenpfosten) und Sergej Schumacher – er verzog aus 12 Metern freistehend – zu Werke ging.

Spätestens nach einer Viertelstunde hatten die Gäste das Zepter in der Hand. Die Bad Bernecker leisteten sich viel zu viele leichte Ballverluste und agierten fast nur noch mit langen Bällen. Hinzu kam, dass man die Laufarbeit fast komplett einstellte. Das baute den anfangs sichtlich beeindruckten ATS Wartenfels mehr und mehr auf. Je länger die Partie dauerte, desto konkreter wurden die Chancen der Gäste. „Letztlich hatten wir Glück, dass wir mit 0:0 in die Pause gekommen sind“, resümierte Klaus Harreis, der sah, dass seine Schützlinge nach Wiederanpfiff die Zügel wieder fester anzogen.

Zumindest hochmotiviert waren die Bad Bernecker in die Partie gegangen...

Doch den ersten Nadelstich setzten die Gäste. Und der tat weh. Der pfeilschnelle Vondracek hatte sich Timo Neukam durchgesetzt, danach weiteren drei TSV-Defensivakteuren das Nachsehen gegeben und aus 16 Metern unhaltbar abgezogen. Die Gäste führten 1:0 und der TSV verstärkte seine Offensive. Fast wäre Maximilian Völkl postwendend der Ausgleich geglückt. Doch nachdem er sich durchgetankt hatte, traf er mit einem satten Linksschuss nur die Unterkante der Querlatte. Der gute Schiedsrichter Suschke sah den Ball nicht hinter der Linie und ließ weiterspielen, um wenig später eine Ampelkarte gegen Gästeakteur Valta zu zeigen, der zuerst den Ball weggeschlagen und danach gemeckert hatte.

Die Kurstädter drückten nun – und wurden wieder kalt erwischt. Nach einem Abschlag des Gästekeepers und einem kapitalen Stellungsfehler von Libero Stefan Wolfrum startete Greim einen Alleingang und schloss diesen zum vorentscheidenden 2:0 ab. Der TSV warf zwar anschließend noch einmal alles nach vorne, doch der Anschlusstreffer durch Schumacher glückte erst in der Nachspielzeit und kam somit zu spät.

Fazit des Spiels: Einerseits zu wenig Laufarbeit und zu viel Respekt, auf der anderen Seite zwei dicke Abwehrschnitzer. Nicht zu vergessen ein wirklich starker Gegner, der spielerisch und läuferisch eine erstklassige Partie bot. So einfach ist die verdiente Pleite der TSV-Elf zu erklären. Die Bad Bernecker hatten ihre Stärksten in Keeper Uhlig und mit Abstrichen in Völkl und Schmidt.


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