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Es künstelt in der Stadt

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Der internationale Künstler Ivan Smith ist in der Kurstadt angekommen und inzwischen in der Öffentlichkeit fleißig am Werkeln. An seinem ersten Tag hatte sich Smith für seine Installationen die Sebastian-Kneipp-Schule und als konkretes Objekt die Büste Pfarrer Sebastian Kneipps ausgesucht.
Der Künstler hatte sichtlich Freude an dem ersten Tag des Wirkens in der Öffentlichkeit. Denn Kinder gehen viel unbefangener mit derartigen Projekten um, sagen ohne Scheu, was sie denken, betonte Ivan Smith. Der erste Tag lief nun so ab, wie auch der Rest seines Aufenthalts ausgestaltet sein soll. Smith arbeitet, verhüllt Gegenstände mit Gummibändern. Dabei lässt er sich zuschauen und erläutert gerne, was er so macht.
Der Beitrag zur Stadtentwicklung entsteht, indem auch die Gedanken, Vorschläge von Besuchern an der Wirkungsstätte festgehalten werden. Nebenan lag deshalb ein Buch aus, in das Anregungen für die Stadt Bad Berneck eingetragen werden sollten. Was mit den Kindern übrigens durchaus klappte, sogar mit den eher schwierigen älteren Jahrgängen. Darunter auch einige Anregungen:  „Dass die Schule neu angestrichen wird“, lautete etwa ein Wunsch. „Mc Donald’s“ und „Burger King“ direkt in der Kurstadt wünschen sich andere. Ein „Freizeitpark“ oder ein „Schwimmbad“ sollte her. „Häuser anmalen“, „mehr Läden“, „etwas mit dem Hotel Bube machen“ – die Einträge zeigen, dass die jungen Bad Bernecker durchaus die gleichen Probleme wie die Erwachsenen haben.

Die erste Installation des internationalen Künstlers Ivan Smith entstand vor der Sebastian-Kneipp-Schule.

Und auch Vorschläge für weitere Orte, wo sich der Künstler niederlassen könnte, wurden gerne entgegen genommen. Der Kurpark wurde genannt, ein Ort den Smith während seines Wirkens in Bad Berneck auch wirklich besuchen will.
Da die Installationen jeweils nur temporär sind, also stets gleich wieder abgebaut werden, werden sie nur fotografiert und damit dokumentiert.
Die Installationen sollen letztlich aber auch deutlich zeigen, wie mit wenig Mitteln etwas geschaffen werden kann, wie die Initiatorin Sabine Gollner ergänzt. Gollner ist jedenfalls sehr gespannt, ob nach dem erfolgreichen Start mit den Kindern auch die älteren Bad Bernecker Interesse an dem Projekt zeigen. Die nächsten Tage ist Ivan Smith auf jeden Fall im Stadtbild präsent — zumindest sofern das Wetter mitspielt. Unverbindlich ist etwa für Samstag eine Installation auf dem Marktplatz angedacht. Sonntag soll der Kurpark an der Reihe sein.
Als Auftakt seines Aufenthalts in der Region hatte Smith am 24. Juni, ab 13 Uhr, im schon im Rahmen des dortigen Brunnenfestes vor dem Landratsamt Wunsiedel eine Installation vorbereitet. Auch einen Werksvortrag an der Universität Bayreuth gab es bereits.
Insgesamt wird der Künstler noch bis zum 7. Juli in der Kurstadt weilen. Das Programm kommende Woche wird aber kurzfristig entschieden. Ein Termin steht indes schon fest. Am Freitag, 6. Juli, wird von 18 bis 20 Uhr im Creative House in der Maintalstraße von im Rahmen einer Atelier-Ausstellung auf das Wirken des Künstlers zurückgeblickt. Ein Werkvortrag wird Anfang nächste Woche geplant. Der Termin wie auch das Tagesprogramm kann auf der Homepage www.badberneck.de im Newsticker nachgelesen werden.
Harald Judas


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