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Geburtstagsgottesdienst der Seelsorgestiftung

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Ein Seelsorge-Besuch führte Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm nach Oberfranken. In Selb hatte er am Nachmittag im Schülercafé Oase mit Jugendlichen diskutiert. Auch mit solchen, die im Leben bisher benachteiligt sind. Er erlebte dort, wie Konzepte umgesetzt werden, die er als Hochschullehrer mit entwickelt hatte, und konnte spontan Antworten auf Problemkreise mitten im Leben geben, mit denen er sich in seiner früheren Tätigkeit gedanklich intensiv befasst hatte.

Der Abend stand ganz im Zeichen der Seelsorgestiftung Oberfranken, die am 20. November 2010 auf Initiative der Regionalbischöfin des Kirchenkreises Oberfranken, Dr. Dorothea Greiner, gegründet worden war.

Ihr Jahresgottesdienst 2012, der dritte seiner Art, fand in der voll besetzten Dreifaltigkeitskirche Bad Berneck statt. Als Besonderheit konnte Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner Landesbischof Bedford-Strohm offiziell im Kirchenkreis Bayreuth begrüßen.

Seelsorge stand auch im Mittelpunkt der Predigt des Landesbischofs. Menschen, die einsam und verbittert geworden seien, die vor einem Scherbenhaufen stünden, denen ein Krankenhausarzt die Diagnose mitteile oder die gelähmt seien von Trauer und Verlust eines Lieben, „sie alle brauchen jemanden, der aufzeigt, es gibt eine Zukunft, eine Hoffnung auf Heilung, auf Vergebung. Auch wenn die Türe nur einen Spalt breit geöffnet und das Licht noch nicht voll sichtbar ist, hilft das Wissen, dass nicht nur überall Dunkelheit herrscht, Lähmung zu überwinden.“

Regionalbischöfin Greiner wies bei ihrer Rede für die Stiftung darauf hin, dass Seelsorge immer im Stillen geschehe. „Darum setzen wir uns laut dafür ein, dass sie verstärkt werden kann. Sie muss verstärkt werden, denn sie ist für die Schwachen da, die Hilfe brauchen“. Die Stiftung würde auch nie zu viel Geld haben, denn der Bedarf an Seelsorge sei fast unendlich. Und so bat sie die versammelte Gemeinde: „Tragen Sie mit Sorge für die Seelsorge“.

Der Thurnauer Gospelchor Voices of Joy – der Name ist sprichwörtlich Programm – und der Dekanatsposaunenchor umrahmten den Festgottesdienst ebenso stimmungsvoll wie festlich. Der anschließende große Empfang im Gemeindesaal bot über den Abend neben leiblichen Genüssen die Möglichkeit zu einer Vielzahl interessanter Gespräche und weitere beeindruckende Kostproben des Repertoires des Posaunenchors.

Albrecht Diller

 


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