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Heute vor 25 Jahren: CSU stellt weichen für Kommunalwahl

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Die CSU hat es nicht leicht im Stadtrat – heute nicht und auch nicht vor einem viertel Jahrhundert. Letzteres machte bei der Jahresversammlung im Hotel Hübner (das gibt es heute nicht mehr – jetzt ist dort im einstigen renommierten Hotel Heißinger das Marktplatzstüberl) CSU-Vorsitzender Manfred Nüssel deutlich. „Wir haben es im Stadtrat als CSU-Fraktion nicht einfach, da wir ohne Koalition mit einer anderen Partei sind.“ Nun, damals hatten die Christsozialen zusammen mit einem JU-Stadtrat sechs Mandate im Stadtrat; die SPD kam auf ebenfalls sechs Sitze und die FWG kam insgesamt auf fünf Sitze, wobei sie mit Hans Wirth den Bürgermeister stellte. Da

Weichen für den künftigen Bürgermeisterkandidaten wurden bei der CSU vor 25 Jahren gestellt: Bernd Albert wurde zweiter Vorsitzender des Ortsverbandes. Unser Bild zeigt nach der Wahl von links Vorsitzender Manfred Nüssel, Schriftführer Joachim Seißer, Kassier Reinhold Deinzer, der bisherige zweite Vorsitzende Berthold Just, JU-Vorsitzende Sabine Just, neuer zweiter Vorsitzender Bernd Albert, Wahlkreisgeschäftsführer Heiner Scharf und der weitere zweite Vorsitzende Artur Voit.

aus der SPD-Fraktion Alfred Hoppert zum zweiten Bürgermeister aufgerückt war, schaute es rechnerisch nicht gut aus für die CSU, die mit eben sechs Stimmen gegen die „vereinigte“ FWG und SPD mit elf Stimmen nichts ausrichten konnte. Zumindest am Anfang der Wahlperiode 1984 – 1990. Zum Ende zu sah es dann ganz anders aus. FWG-Bürgermeister Hans Wirth hatte sich samt seiner Fraktion immer mehr ins Abseits manövriert. Und danach, ab 1990, kam die CSU-Periode mit Bernd Albert als Bürgermeister; drei Wahlperioden lang. Jetzt ist man rechnerisch bei der CSU irgendwie wieder auf dem Stand wie vor 25 Jahren: Die Fraktion zählt nur fünf Mitglieder (von 16), wobei der Eindruck entsteht, dass heute SPD und FWG sich wieder nahe stehen.

Jedenfalls gab Nüssel 1984 die Parole für eine sachbezogene Arbeit aus, die nicht von Parteipolitik bestimmt sein dürfe. Letzteres haben immer wieder alle Gruppierungen im Stadtrat in (un-)regelmäßigen Abständen beteuert – ob dies aber immer in die Realität umgesetzt wurde, darf heftig bestritten werden.

Bei der CSU-Versammlung vor 25 Jahren gab es auch Neuwahlen. Dabei ergab sich zwar kein wesentlich neues Bild des Vorstandes, doch es wurde damals, vielleicht nicht für jeden Außenstehenden gleich erkennbar, eine wichtige Weichenstellung getroffen: Neuer zweiter Vorsitzender wurde nämlich Stadtrat Bernd Albert, der spätere Bürgermeisterkandidat von 1990 und danach der Bürgermeister. Unter der Leitung von CSU-Wahlkreisgeschäftsführer Heiner Scharf aus Fichtelberg gab es folgenden Vorstand: Vorsitzender blieb Manfred Nüssel, Stellvertreter wieder Artur Voit und neu Bernd Albert (Kreisrat Berthold Just hatte wegen Arbeitsüberlastung nicht mehr kandidiert); bewährter Kassier wurde wieder Reinhold Deinzer, Schriftführer Joachim Seißer, Kassenprüfer Franz Lang und Konrad Kaupisch.


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