Abonnieren: Artikel | Kommentare

Inspektionsübung: Einsatz im Chemieschutzanzug

0 Eintrag

Im Rahmen der Feuerwehr-Aktionswoche zeigen auch die Wehren des Landkreises alljährlich ihre Leistungsfähigkeit. Zwei Mal waren dabei heuer die Feuerwehren der Stadt Bad Berneck an Großübungen beteiligt gewesen. Die erste davon, und zwar eine Übung der gesamten Inspektion, fand diesmal am Freibad in Bischofsgrün statt.

Zwei Becken sind zum Desinfizieren nach dem Einsatz nötig.

Zwei Becken sind zum Desinfizieren nach dem Einsatz nötig.

Dabei wurde eine Explosion im Technikraum des Bischofsgrüner Freibades angenommen. So bekam die Feuerwehr Bad Berneck die Gelegenheit, ihre Chemieschutzanzüge zu testen. Wobei die Bad Bernecker mit insgesamt drei Fahrzeugen nach Bischofsgrün gerufen wurden und später noch die Feuerwehr Escherlich nachalarmiert wurde. Der Rest der Bad Bernecker Mannschaft war mit der Unterstützung für die Chemieanzugsträger und den sonstigen Löscharbeiten beschäftigt.
Rund 220 Einsatzkräfte, darunter 30 vom Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes – ebenfalls mit Bad Bernecker Beteiligung -, stellten sich am vergangenen Samstagvormittag der Herausforderung, gegen das angenommene Unfallszenario anzukämpfen. Dabei wurden Chlorgasaustritt und einige verletzte Personen angenommen. Unter den Augen zahlreicher Zuschauer, darunter auch Landrat Hermann Hübner, Oberregierungsrätin Sabine Kerner und der stellvertretende Kreisbrandrat Kreisbrandinspektor Adolf Mendel, zeigten die Ehrenamtlichen ihre Kompetenz und Schlagkraft.
Eingeteilt wurde die Übung in die Einsatzabschnitte „Personenrettung aus dem Funktionsgebäude und der Wärmehalle bei gleichzeitiger Abschirmung der eigenen Kräfte“, „Gefahrgut mit Beseitigung von Chlorgasflaschen, Chlorgasgranulat, Natronlauge und Salzsäure“, „Aufbau einer Wasserförderung von einer B-Leitung vom 600 Meter entfernten Hydranten mit Brandbekämpfung“, „Aufbau der Wasserförderung einer B-Leitung vom 700 Meter entfernten Löschwasserteich am Tennisplatz und Versorgung der Drehleiter zur Niederschlagung der Dämpfe bei eventuellem Chlorgasaustritt“, sowie dem „Verletztentransport und Betreuung durch Feuerwehr und BRK“. Insgesamt dauerte die Übung fast zwei Stunden.
Bei der anschließenden Besprechung im Bischofsgrüner Kurhaus zogen die Verantwortlichen dann durchweg ein positives Resümee. „Das Übungsziel wurde erreicht“, so das Fazit von Pressesprecherin Carolin Rausch. Dabei waren aber auch Probleme aufgetreten, insbesondere bei der Kommunikation zwischen Feuerwehr und BRK. Doch dafür, genau derartige Schwierigkeiten zu identifizieren und künftig auszuschalten, dienen letztlich derartige Übungen, wie die Pressesprecherin erklärte. Eine weitere Übung mit der Bad Bernecker Feuerwehr ist nun noch Landkreis übergreifend im Kulmbacher Landkreis geplant.
Harald Judas


Kommentar dazu schreiben:

Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu schreiben.