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Internetausbau steht kurz bevor

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Wie weit ist der vorgesehene Breitbandausbau gediehen? Michael Langer von der Breitbandberatung Bayern GmbH war zu Gast im Stadtrat, um den Sachstand zum Thema „Schnelles Internet in Bad Berneck“ darzustellen. Die CSU-Fraktion hatte zuvor eine entsprechende Anfrage gestellt.

Einen Sachstandsbericht zum Thema Breitbandausbau gab Michael Langer (re.) von der Breitbandberatung Bayern ab. Links Erster Bürgermeister Jürgen Zinnert.

Einen Sachstandsbericht zum Thema Breitbandausbau gab Michael Langer (re.) von der Breitbandberatung Bayern ab. Links Erster Bürgermeister Jürgen Zinnert.

Der Ausbau sei eigentlich Aufgabe des Bundes, stellte Bürgermeister Jürgen Zinnert zum Einstieg in das Thema klar. „Heute geht´s um einen Sachstandsbericht“, erläuterte das Stadtoberhaupt weiter.
„Wir wollen ein Grundlagenprogramm, einen Masterplan erarbeiten“, so Langer zum Vorhaben. Die Breitbandberatung Bayern sei ein Beratungsunternehmen, das beim ersten Förderprogramm noch im Auftrag des Landes Bayern tätig war, inzwischen seine Dienste den Kommunen direkt anbiete. Wobei Langer darauf hinwies, dass für die Untersuchungsarbeiten eine Förderung von 5.000 Euro zur Verfügung gestellt wird. Diese allerdings werden, wenn am Ende tatsächlich ein Ausbau durchgeführt wird, von den Fördermitteln wieder abgezogen. Ziel des Programms des Bundes sei es, in überplanten Gebieten Internetraten von 50 MBit zur Verfügung zu stellen. Wobei schon jetzt gut versorgte Straßenzüge oder Ortsteile außen vor bleiben. „Wenn jetzt schon Übertragungsraten von 30 MBit zur Verfügung stehen, kann das Förderprogramm nicht eingesetzt werden“, erläuterte Langer. Heißt für Bad Berneck konkret: Jene Straßenzüge, in denen in Bad Berneck schon eine Erschließung durch Kabel Deutschland vorliegt, bleiben im Zuge des Ausbaus außen vor.
Wie Langer weiter ausführte, ist in Bad Berneck eine Förderung bis zu einer maximalen Investitionssumme von 840.000 Euro möglich. Bei einer Förderquote von 90 Prozent. Bei einer Inanspruchnahme der Fördermittel und dem Übertragen des Ausbaus sei der Auftragnehmer, also ein Netzunternehmen, dann auf eine Dauer von mindestens sieben Jahren verpflichtet, das Netz auch zu betreiben. „Das Förderprogramm läuft bis 2018“, so Langer weiter.
Momentan seien bayernweit über 50 Prozent der Kommunen in ein Verfahren eingestiegen, ergänzte Langer. Ziel sei es, Bereiche festzulegen, in denen das Netz ausgebaut werden soll. Die Netzbetreiber melden dann ihr Interesse an. Wobei betont wurde, dass die Telekom prinzipiell auch eigenverantwortlich ausbauen dürfte.
Mit einer Zielbandbreite von 30 MBit werden wohl nicht alle kleinen Ortsteile berücksichtigt werden können, kündigte er an. „Wir werden versuchen, so viele wie möglich zu versorgen“, versprach Langer.
Bürgermeister Jürgen Zinnert ergänzte, dass die Nachbarkommune Goldkronach in Brandholz aktiv werde und so möglicherweise sogar eine um 50.000 Euro erhöhte Fördersumme fällig werde, die es bei einem interkommunalen Ausbau gebe.
Soweit also zum Sachstand: Anfang November könne in das Verfahren eingestiegen werden, weil dann alle Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen seien, so die abschließende Auskunft. Dann wird auch straßengenau der konkrete Umfang der Maßnahme festgelegt.
Harald Judas


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