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Jugendblasorchester: Erfolgreicher Start in das Jubiläumsjahr
Die Zuschauer hatten wohl geahnt, dass sie Großes erwarten würde. Denn der Saal im
Eventzio war zum Neujahrskonzert, gleichermaßen auch der Auftakt zum Jubiläum 10 Jahre Jugendblasorchester, schon kurz nach Kassenöffnung ausverkauft.
Die Verantwortlichen freuten sich besonders, dass unter den Zuhörern viele Bad Bernecker waren, wie Joachim Beth im Nachhinein verriet. Doch es verwundert auch kaum. Denn in der Kurstadt hat das Jugendblasorchester inzwischen schon eine große Fangemeinde, die dann möglichst auch bei allen Auftritten dabei sein möchte, wie eine kleine Umfrage unter den Gästen ergab.
Nicht vor Ort sein konnte beim Konzert aus gesundheitlichen Gründen der Vorsitzende der Musikschule Heiner Zeitler, der aber den jungen Künstlern sicherlich die Daumen drückte.
Er verpasste daher auch einen erfreulichen Anlass vor dem Konzert. Denn der Lions-Club Bayreuth-Kulmbach unterstützt die Musikschule mit 3.000 Euro – ein Betrag, der dringend für die Anschaffung von Instrumenten benötigt wird. Als Vertreter des Vorstandes bedankte sich deshalb Klaus Sowada für die Spende beim Vorsitzenden des Lions-Club Hilfswerks Dr. Rudolf Rausch.
Den Beginn des Programms gestalteten dann die Musikfüchse. Deren Leiter Manfred Grabolle ließ die Anfänger dann demonstrieren, wie sich das musikalische Repertoire mit mehr Erfahrung veränderte und anspruchsvoller wurde. Schon hier geizte das Publikum nicht mit Applaus.
Doch den Höhepunkt des über zweieinhalbstündigen Abends bildete natürlich der Auftritt des Jugendblasorchesters. Man versuchte Neues und setzte dabei auf Bigband und Jazzklänge. Angefangen von „Summon the Heroes“ von John Williams über beispielsweise Filmmusiken von Ennio Morricone bis hin zu Klängen von James Lsat, einem Glenn Miller Medley oder einem Arrangement von „Hey Jude“ der Beatles. „Immer neue Herausforderungen anzupacken“, sei das Ziel des JBO, wie Dirigent Andreas Hein dann auch im Gespräch erläuterte. Der Mix kam jedenfalls an.
Mit Standing Ovations honorierte das Auditorium das engagierte und spritzige Auftreten. Zwei Zugaben gaben die jungen Künstler bereitwillig. Als sich das Publikum damit nicht zufrieden geben wollte, bremste Andreas Hein freilich mit Rücksicht auf die Musiker und das anstrengende Konzert.
Unter die Zuhörer hatten sich übrigens auch Staatssekretär a.D. Simon Nüssel, Bürgermeister Jürgen Zinnert und Dekan Hans-Martin Lechner gemischt. Und sogar Landrat Hermann Hübner verfolgte gespannt die Klänge und zeigte sich hernach beeindruckt. „Ein tolles Programm, sehr anspruchsvoll. Die Leistung des Jugendblasorchesters ist aus meiner Sicht fantastisch. Man sieht ihnen die Freude an“.
„Die spielen einwandfrei“, freute sich auch Zuhörer Rainer Schlegel, der zudem verriet, dass Tochter Lisa, eine der Musikantinnen, mit Klarinette angefangen hatte und inzwischen beim Tenorhorn gelandet ist. „Schwungvoll und unterhaltsam“, befand die erfahrene Wasserknodener Musikerin Monika Scherm das Gehörte. Das Konzert sei zwar sicher nicht ganz fehlerfrei. Dennoch: „Sie werden jedes Jahr besser“, lobte sie.
Beim Konzert wurde die Musikschule übrigens auch wieder durch einzelne Aktive der Weidenberger Musikanten unterstützt. Genauso wie beim Frühjahrskonzert der Weidenberger Musikanten in der Seybothenreuther Mehrzweckhalle dann im Gegenzug einige Bad Bernecker Musikanten mitwirken wollen. Für Interessenten: Termin ist hier der 24. März.
Wichtigster Termin für Bad Berneck ist aber natürlich das große Jubiläum am 22. und 23. September. Dann will man übrigens auch die Dreifachturnhalle nutzen. Damit auch jeder einen Platz bekommt. Denn dass wie dieses Mal nicht alle, die wollten, in den großen Saal gepasst haben, liegt natürlich absolut nicht in der Absicht der Veranstalter.





















