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Kann man Bio-Herstellern trauen?

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Gestern konnte man bei „Report Mainz“ einen Bericht über die Herstellung von Palmöl sehen. Der amerikanische Multikonzern Daboon Organic geht wenig zimperlich mit der Erweiterung seiner landwirtschaftlichen Flächen um. Bewohner werden kurzerhand mittels privaten Sicherheitsteams vertrieben, sie verlieren ihr Land und ihre Lebensgrundlage. Eine Klage hängt an.

Hersteller wie Alnatura, Allos und Rapunzel verweisen gerne auf ihre nachhaltige, ökoklogische Produktion und schieben Zertifikate voran. Vergleichbar ist diese Vorgehensweise wohl mit Rating-Agenturen, die ebenfalls ungern ihren besten Bezahlkanal kappen.

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Da schlechte PR die Umsatzzahlen zum Erliegen bringen, war nichts anderes zu erwarten als wohlgefeilte Stellungnahmen:

Stellungnahme der Firma Rapunzel

Stellungnahme der Firma Allos

Stellungnahme der Firma Alnatura

Machen Sie sich selbst ein Bild…interessant ist u. a., dass die Firma Rapunzel ihren Partner Daabon Organic als „Familienunternehmen“ darstellt, bei 2000 Mitarbeitern weltweit.

Foto: Markus Gann / photocase.com


  1. Roland Gewinner says:

    Nachdem in Deutschland eine „Bio-Welle“ (ich nenne es eigentlich Bio-Wahn) losgebrochen ist, dauerte es keine 2 Wochen und in allen Läden der Republik gab es plötzlich Bio-Produkte. Wo kamen die so schnell her? Wo kommen die bis Heute her? Lt. Bund gibt es gar nicht so viele Flächen die Biologisch bearbeitet werden. Trotzdem gibts alles, vom Bio-Brötchen bis zum (kein Witz) Bio Gummibärchen und Bio-Schnürsenkel.
    Meiner Meinung nach eine einzige große „Verarsche“ der Verbraucher, die sich einbilden 2 Jahre länger zu leben wenn sie 20 % mehr für Bio-Nahrung ausgeben die sehr oft offensichtlich nicht mal „Bio“ ist.

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