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Knapper Arbeitssieg – TSV bleibt in der Spur

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Es war der neunte Sieg in Folge für den TSV Bad Berneck. Und damit rückt der Aufstieg in die Kreisklasse immer näher. Auch wenn der Erfolg gegen die SpVgg Wonsees mit 1:0 äußerst dürftig ausfiel, so bedeutete er doch einen weiteren großen Schritt in Richtung des angestrebten Saisonziels.

„Auch solche Spiele muss man gewinnen“, bilanzierte TSV-Spielertrainer Klaus Harreis nach zähen 90 Minuten – eher erleichtert als erfreut. Das Spiel seiner Mannen hatte wahrlich wenig Anlass geboten, vor Entzückung darnieder zu sinken. Es war ein Arbeitssieg – nicht mehr und nicht weniger -, der letztlich auch erzittert wurde. Denn hätte Gräf in der 82. Minute freistehend aus halbrechter Position am Eck des Fünfmeterraums nicht um Zentimeter vorbeigezielt, hätte der TSV wohl diesmal in die Röhre geguckt. Es war die wirklich einzige zwingende Möglichkeit der Gäste. Die aber hatte es in sich.

Und dabei hatte die Partie vielversprechend begonnen. Schon in der dritten Minute stand Maximilian Völkl nach einem Solo über das halbe Feld frei vor SpVgg-Keeper Born, scheiterte aber an dessen linkem Fuß. Keine zehn Minuten später war es Tobias Neukam, der nach einer mustergültigen Hereingabe von Stefan Schmidt ebenfalls in Born seinen Meister fand. Der TSV drückte, machte aber viel zu wenig aus seinen Möglichkeiten. Es bedurfte etwas Glück und einer beherzten Einzelaktion von Tobias Neukam, um die hochverdiente Führung zu besorgen: In der 24. Minute behauptete sich der Bad Bernecker Stürmer an der Kante des Strafraums gleich gegen vier SpVgg-Verteidiger. Eher aus Verlegenheit zog er schließlich mit links ab, erwischte den Wonseeser Keeper auf dem falschen Fuß und markierte so das erlösende 1:0.

Anstatt nun das Feuerwerk des Osterwochenendes fortzusetzen, ließ der TSV die Zügel schleifen. Die Kurstädter waren zwar nach wie vor klar tonangebend, agierten aber zu nachlässig im Passspiel und nahmen auch läuferisch einen Gang heraus. Wenigstens aber war auf die Hintermannschaft um Klaus Harreis, Pascal Krämer und Timo Neukam Verlass. Wonsees brachte nichts Zwingendes zustande. Nur bei diversen Standardsituationen wurde es einem als Anhänger des TSV so ein bisschen mulmig.

Das Szenario änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht. Bad Berneck blieb überlegen, war aber zu selten zwingend. Wenn einmal Gefahr aufkam, dann resultierte diese aus einer Einzelaktion von Tobias Neukam oder Maximilian Völkl. Auf der anderen Seite blieben die Wonseeser Sturmspitzen stumpf. Keeper Uhlig musste nur bei Standardsituationen zugreifen. Und so schaukelte man das knappe Ergebnis über die Zeit.

Fazit: Verdient war er der Sieg. Eine Galavorstellung aber war es beileibe nicht. Zu wenig Laufarbeit, eine zu hohe Fehlerquote: der TSV hat wahrlich schon weitaus bessere Spiele abgeliefert. Vor allem in der Offensive wurde das Einzelspiel oft zu sehr übertrieben, so dass die vielbeinige Wonseeser Abwehr immer irgendwie ein Körperteil dazwischen bekam. Beste Bad Bernecker waren Krämer und die beiden Neukam-Brüder.

 


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