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Kurmittelhaus vor Wiedereröffnung

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Seit Anfang des Jahres sind die Pforten geschlossen. Nun aber wird der Weg bereitet hin zur Wiedereröffnung. Dem Problemkind Kurmittelhaus steht wohl doch eine eher goldene denn eine schwarze Zukunft ins Haus – dank Kneipp-Bademeisterin Johanna Enache-Wigger und ihrem Ehemann, dem Sport-Physiotherapeuten Radu Enache. Im April – vielleicht schon am ersten, spätestens aber am letzten – wollen die Beiden den Kur– und Badebetrieb wieder aufnehmen, dann als ein von den Krankenkassen zugelassener Betrieb.

Von außen ist nichts zu sehen von der Betriebsamkeit, die im Inneren herrscht. Johanna Enache Wigger und ihr Ehemann Radu schuften, um die Kassenzulassung zu bekommen. Im April wollen sie wiedereröffnen.

Dafür schuften sie in diesen Tagen, reißen Wände und Teppichböden heraus, streichen, putzen und erneuern. Insbesondere die Räume im Erdgeschoss, in denen bis Ende des letzten Jahres der städtische Badebetrieb vonstatten ging, werden einer regelrechten Frischzellenkur unterzogen. „Das müssen wir auch“, sagt Johanna Enache-Wigger, „die Standards, die die Kassen für eine Neuzulassung voraussetzen, sind hoch. Angefangen bei der Größe der Räume bis hin zur Ausstattung“.

Dann aber gehe es auch um den Wohlfühlfaktor der Patienten. Dafür müssten nun einmal einige Verschönerungsarbeiten durchgeführt werden. Sie nennt beispielsweise das „Waschküchen-Ambiente“ und zeigt auf die bis zur Decke gefliesten Räume, ein Relikt noch aus den Gründerzeiten des Kurmittelhauses. „Letztlich aber machen wir das gerne, wir wissen ja, es ist für uns und unsere Patienten“, sagt die Kneipp-Bademeisterin und spricht von einem „guten Gefühl“, das sie jetzt habe und einer Art „Aufbruchsstimmung“.

Grund für das Hoch im Kurmittelhaus ist die einvernehmliche Lösung, die man mit der Stadt bezüglich der Übernahme des Hauses gefunden hat. Zunächst pachten die Enaches das Kurmittelhaus. Und zwar solange bis die von Herbert Günsche, dem ehemaligen Leiter des Kurmittelhauses, genutzte Privatwohnung im Erdgeschoss geräumt ist. Damit verbleiben eventuelle Rechtsstreitigkeiten mit Herbert Günsche (wir berichteten) bezüglich des Mietverhältnisses im Verantwortungsbereich der Stadt. Für die Enaches ist dies der einzig gangbare Weg, „da uns für solch eine Auseinandersetzung die Nerven und auch das Geld fehlen“.

Darüber hinaus gebe es eine mündliche Zusage von Erstem Bürgermeister Jürgen Zinnert, dass ein Verkauf des Hauses nur an die Enaches erfolgen wird. „Nicht dass wir die Arbeit hier umsonst gemacht haben und irgendwann vielleicht in die Röhre gucken.“

Noch etwas länger gedulden müssen sich die Saunabesucher. Umbau und Renovierung des Saunabereiches werden erst in Angriff genommen, wenn die Wohnung im Erdgeschoss leer ist.


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