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Landrat auf Stippvisite

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Einen Überblick über den Stand der Dinge am Heinersreuther Weg und in Sachen Kläranlage verschaffte sich Landrat Hermann Hübner bei einem Besuch in Bad Berneck. Außerdem standen die Besichtigungen des Kneipp- und Gesundheitshauses „radus“ und der Firma Hartsteinwerke Schicker im Rimlasgrund auf dem Programm, zusätzlich noch ein kleiner Stadtrundgang über das Hotel Lindenmühle und die Kolonnaden. Angesprochen wurden an der Ölschnitz auch die Hochwasserschutzmaßnahmen, die das Wasserwirtschaftsamt umgesetzt sehen möchte. Gefordert wird hier nämlich eine Erhöhung der Stützmauern.

Letzte Station beim Besuch von Landrat Hermann Hübner (3. v. li.) in Bad Berneck war die Kläranlage. Reinhold Hartmann (re.) vom städtischen Bauhof zeigte die Anlage und ihre baulichen Mängel.

Während im Heinersreuther Weg nun die Asphaltierung unmittelbar bevorsteht, wie sich der Landrat persönlich überzeugte, stehen die Planungen bei der Kläranlage noch am Anfang. Allerdings habe die Maßnahme inzwischen „Priorität 1“, wie Hübner betonte.

Reinhold Hartmann vom städtischen Bauhof zeigte während einer kleinen Führung durch die Kläranlage auch die akuten baulichen Probleme. So habe man unter anderem auch mit Rost zu kämpfen oder mit einer bröckelnden Auflagefläche für die dortigen Brücken. Und mittlerweile schon seit 20 Jahren stehe der Bau einer neuen Kläranlage in der Diskussion.

Zu hoher Fremdwasseranteil

Unverändert hat man mit einem zu hohen Fremdwasseranteil von 70 Prozent zu kämpfen. Und auch generell fahre die Anlage inzwischen grenzwertig. „Schnellstmöglich“ sei es an der Zeit, eine neue Anlage zu bauen. Der Standort soll neben der bestehenden Kläranlage sein.

Auch Erster Bürgermeister Jürgen Zinnert bestätigte, dass bei der jetzigen Anlage, je länger es bis zu einem Neubau dauere, die Gefahr eines kompletten Ausfalles immer größer werde. Hinzu komme, dass inzwischen auch immer wieder größere Beträge für Reparaturarbeiten fällig werden. Vor allem aber sind die gesetzlichen Vorgaben vom Land bis hin zur EU inzwischen so, dass man nun schlicht gehalten sei, die Kläranlage auf den neuesten Stand zu bringen. „Wir werden einen Fahrplan ausarbeiten müssen“, so Zinnert. Hierbei werden sich die Bürger finanziell beteiligen müssen.

Stadtrat Klaus Sowada verwies darauf, dass die Bürger natürlich gerne wüssten, was auf sie zukommt. Genaue Zahlen gibt es aber schlicht noch nicht. Hier gelte es zum einen die Ergebnisse genauerer Berechnungen abzuwarten. Zum anderen muss sich der Stadtrat dann auch zunächst auf einen Verteilungsschlüssel zwischen einem einmaligen Verbesserungsbeitrag und einer Erhöhung der Beiträge festlegen. Der Landrat gab allerdings auch gleich zu bedenken, dass eine Finanzierung über Beiträge länger dauere, was dann zusätzliche Zinsbelastungen verursache.

Bürgermeister Zinnert verwies zwar darauf, dass die Bürger nicht zu stark strapaziert werden dürften, zumal auch im Bereich Straßenbau weitere Kosten zu Umlage kommen könnten. Der Ausbau der Straßen werde aber in den nächsten Jahren sicher nicht Priorität haben können, entgegnete der Landrat hierzu.  „Ich kann den Bürgermeister verstehen, aber es gibt keine Alternative“, so der Landrat. Was den Kanal betreffe, müssen jedenfalls nach Rechtslage 100 Prozent umgelegt werden. Doch für solche notwendigen Maßnahmen hätten die Bürger dann auch Verständnis, so Hübners Einschätzung.

MEHR DAZU IN DER AUSGABE 43/10 DES STADTANZEIGERS.


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