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Liebe zur Romantikbühne entflammt

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Weniger ist mehr. Mit diesem Motto geht der Fränkische Theatersommer in seine zweite Bad Bernecker Spielzeit. Nicht mehr rund 30, sondern nur mehr 19 Aufführungen hat Intendant Jan Burdinski auf den Kurstädter Spielplan setzen lassen (wir berichteten). Was freilich auch einen wirtschaftlichen Hintergrund hat. Denn mit den Zuschauerzahlen waren die Beteiligten alles andere als zufrieden.

Er sieht den durchwachsenen Zuschauerzuspruch des letzten Jahres eher als Herausforderung denn als Rückschlag: Jan Burdinski, der Intendant des Fränkischen Theatersommers.Auch wenn weder Intendant Burdinski noch Dr. Bernd Matthes, der Vorsitzende des Fränkischen Theatersommers, im Rahmen der jüngst vollzogenen Vertragsverlängerung mit der Stadt konkrete Zahlen zur abgelaufenen Saison vorlegen konnten – oder wollten -, so wurde doch deutlich, dass Handlungsbedarf bestanden haben muss. Dr. Bernd Matthes formulierte vorsichtig: „Sicher waren es noch nicht so viele Zuschauer wie wir uns das gewünscht haben“. Jan Burdinski sah das Glas eher halbvoll denn halbleer. „Es hätte auch noch schlimmer kommen können“. Überhaupt darf man dankbar sein, dass der Intendant des Theatersommers ein Optimist in allen Lebenslagen ist, manch anderer hätte angesichts der ein oder anderen einstelligen Zuschauerzahl im Auftaktjahr wohl schon längst das Handtuch geworfen.

Jan Burdinski, der die Partnerschaft des Theatersommers mit der Stadt als eine „Geschichte in Etappen“ beschreibt, nimmt es sportlich. Dass die erste, letztjährige Etappe „die Bespielung vieler, schöner Ecken in der Stadt“ noch keine uneingeschränkte Erfolgsgeschichte war, stört ihn wenig, er sieht es als Herausforderung und hat seine Lehren gezogen, hat den Spielplan komprimiert und bezieht nun – welch genialer Schachzug – die Bad Bernecker in den Spielbetrieb mit ein. Ausgerechnet auf der Naturbühne, die ab sofort den Namen Romantikbühne trägt, sollen die Kurstädter Laienschauspieler in sechs Aufführungen wirken. Rund 40 sind es, die bei „Über allem Zauber Liebe“ mitwirken, dazu noch einige, die hinter den Kulissen mitarbeiten. Das Jugendblasorchester und der Gesangverein Bad Berneck sind ebenfalls mit eingebunden. Die Proben dazu laufen bereits auf Hochtouren.

„Die Rückeroberung der Bühne“, so das Motto der zweiten Spielzeit des Theatersommers in unserer Stadt, erfolgt somit durch die Bevölkerung höchst selbst. Das schafft Identität, wird den Anteil der Bad Bernecker unter den Theaterbesuchern sprunghaft in die Höhe schnellen lassen, denn wer möchte seine Angehörigen und Freunde denn nicht beim Schauspiel begutachten, spült somit auch mehr Geld in die Theaterkasse und schärft das Bewusstsein der Einheimischen, welch großen Schatz man denn unterhalb des Schlossturmes sein Eigen nennen darf. Marketingstrategen würden von Alleinstellungsmerkmal sprechen.

Mehr dazu in der Ausgabe 13/2010 des Stadtanzeigers.


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