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Mit der Urlaubssaison ganz zufrieden

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Die Festspielzeit ist passé, kommende Woche sind auch die Schulferien vorbei. Inzwischen liegen offizielle Übernachtungszahlen für das erste Halbjahr vor, die belegen, dass sich die gesamte Entwicklung inzwischen stabilisiert hat. Insgesamt zeigen sich die befragten Bad Bernecker Wirte mit dem Verlauf der bisherigen Saison jedenfalls ganz zufrieden.

Den Gästen in der Stadt gefällt es offensichtlich gut.

Das Statistische Landesamt hat die Zahlen bis einschließlich Juli veröffentlicht. Bayernweit wurde hierbei für das erste Halbjahr 2011 ein Plus von 5,5 Prozent bei den Gästeankünften und von 3,3 Prozent bei den Übernachtungen bei den größeren Betrieben (über acht Betten) erfasst. Wenn man nur Oberfranken betrachtet, weist die Zahl der Gästeankünfte zwar nur ein Plus von 3,9 Prozent auf, jedoch legte die Zahl der Übernachtungen mit einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahresmonat von 3,8 Prozent auf 2.585.107 Übernachtungen sogar überproportional zu. Die Zahlen zeigen allerdings auch, dass bayernweit vor allem die Hotellerie (+ 7 %) profitierte, während die Zahl der Übernachtungen in Ferienwohnungen mit einem Minus von 0,7 % eher leicht rückläufig war.
Für Bad Berneck weist diese Statistik für das erste Halbjahr 2011 insgesamt 10.172 Übernachtungen aus. Das entspricht zwar einem Rückgang gegenüber 2010, wobei allerdings im Vorjahr auch ein exorbitant hoher Zuwachs von 37 Prozent gegenüber 2009 zu verzeichnen war. 2010 waren die Wintermonate außergewöhnlich stark frequentiert. Deshalb macht es wohl eher Sinn, die Zahlen mit einem normalen Jahr zu vergleichen. Wenn man beispielsweise 2009 als Basis nimmt, ist ein Zuwachs von 17 Prozent zu verzeichnen.
Dieser Vergleich deckt sich dann auch eher mit den Aussagen der Gastronomen selbst, die sich mit der Entwicklung nämlich mehrheitlich zufrieden zeigen.
„Wir sind sehr erfolgreich durch die Festspielzeit gekommen“, erklärt etwa Matthias Hartl von Hartl‘s Lindenmühle. Er verweist allerdings auch darauf, dass von den Gästen der bauliche Zustand in der Oberstadt durchaus wahrgenommen wird. Ein Thema, das sicherlich offensiv angegangen werden muss.
Als sehr ordentlich bezeichnet die Festspielsaison auch Gertrud Herrmann, die zum Anfragezeitpunkt im Kurhotel Heißinger vertretungsweise die Regie führte. Zumal das Jahr auch ansonsten in Ordnung war.
Nicht ganz ins selbe Horn stößt allerdings Jens Wolfrum vom Gasthof Schwarzes Ross in Goldmühl. Der Grund ist die Baustelle direkt vor der Haustüre, die mehrfach zu Beschwerden bei den Gästen Anlass gab. Der Betrieb habe doch „gelitten“.
Insgesamt lässt sich als Fazit ziehen, dass der jahrelange starke Rückgang endlich beendet scheint. Es geht offenbar langsam wieder aufwärts.
Eine Einschätzung, die sich übrigens auch mit der Meinung von Gerald Jung von der Tourist-Information deckt. „Es ist ein  leichter Aufwärtstrend erkennbar und es kommen auch deutlich mehr Tagesgäste“, ergänzt er. Und er fügt noch an, dass er sich einen weiteren positiven Effekt verspricht, wenn erst die Dachmarke Fichtelgebirge vernünftig positioniert wird, wie .von verantwortlicher Seite angekündigt.


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