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Neue Pächter in altem Gemäuer

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Coup der Bad Bernecker Gastronomenfamilie Hartl. Die Eigentümer des Hotels Lindenmühle und des Gasthofs Drei Linden erhielten den Zuschlag für das Schloss Thurnau. Sie fungieren dort als Pächter, nehmen den Betrieb am 3. November auf. Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten die beiden Lindenmühle-Geschäftsführer Tatiana und Matthias Hartl mit dem Gräflich Giech´schen Stiftungsrat in dieser Woche.

Hinter den neuen Pächtern Tatiana und Matthias Hartl (vorne Mitte) von links nach rechts: Stiftungsrat Horst Eggers, Thurnaus Bürgermeister Martin Bernreuther, steuerlicher und wirtschaftlicher Berater der Stiftung, Dr. Bayerlein, Lindenmühle-Seniorchef Hermann Hartl, Stiftungsrat Hiller von Gaertringen, Stiftungsvorstandsvorsitzender Landrat Klaus-Peter Söllner, Stiftungsvorstand Dr. Meins und Stiftungsratsvorsitzender Prof. Dr. Dr. Helmut Ruppert.

Hinter den neuen Pächtern Tatiana und Matthias Hartl (vorne Mitte) von links nach rechts: Stiftungsrat Horst Eggers, Thurnaus Bürgermeister Martin Bernreuther, steuerlicher und wirtschaftlicher Berater der Stiftung, Dr. Bayerlein, Lindenmühle-Seniorchef Hermann Hartl, Stiftungsrat Hiller von Gaertringen, Stiftungsvorstandsvorsitzender Landrat Klaus-Peter Söllner, Stiftungsvorstand Dr. Meins und Stiftungsratsvorsitzender Prof. Dr. Dr. Helmut Ruppert.

Nachdem die Schloss Thurnau Gastronomie- und Service GmbH um die beiden Geschäftsführer Herbert und Boris Friedrich Ende vergangenen Jahres – schon wenige Monate nach der Eröffnung – Insolvenz hatte anmelden müssen, übernahm die Frankenfarm Himmelkron übergangsweise das Catering, um zumindest die für 2014 gebuchten Hochzeiten ausrichten zu können.
Mit der Übernahme der Familie Hartl endet nun diese Interimslösung. Zunächst wolle man sich auf Feste, Konferenzen und Events konzentrieren, sagte Matthias Hartl dem Stadtanzeiger. Das Schloss mit seiner einzigartigen Atmosphäre sei prädestiniert für solch größere Veranstaltungen. „Gerade in dem unglaublich schönen Kutschenhaus und dem angeschlossenen Pferdestall sehen wir enormes Potenzial“, fügte der Gastronom hinzu.
Als schwierig, „aufgrund der langen Wege dort und der nur 19 Zimmer“, bezeichnete er ein geregeltes Tagesgeschäft, auch wenn sich das der Thurnauer Bürgermeister Martin Bernreuther sehnlich wünscht, wie aus der Tagespresse zu entnehmen war. So schön das Objekt sei, so schwer sei es auch, das Schloss zu führen, sagte Hartl dazu. Ein großes wirtschaftliches Risiko sieht er vor allen anderen Hürden in der Wiederaufnahme eines À-la-Carte-Restaurants. Das sei erst einmal noch Zukunftsmusik.
Nicht von ungefähr spart auch das Motto der neuen Pächter eine regelmäßige Bewirtschaftung zunächst aus: „Schloss Thurnau … für besondere Gelegenheiten!“ Dagegen läuft die Ideensammlung für singuläre Veranstaltungen auf Hochtouren. Kochschule, Wein-Degustationen, Sonntagsbrunch — Erlebnisgastronomie in ihren unterschiedlichsten Facetten: All das „und noch ganz viel mehr“ sei auf dem Schloss möglich. wum

INFO
Der älteste Teil des Schlosses Thurnau, eine der größten und bedeutendsten Schlossanlagen in Nordbayern, stammt aus dem 13. Jahrhundert. Bis zum 19. Jahrhundert wurde die Anlage stetig erweitert. 1923 zog der letzte Graf von Giech, Friedrich Karl, aus dem Schloss aus. Er starb 1938 ohne direkte Nachkommen. Heute ist das Schloss Eigentum der Gräflich Giech´schen Stiftung. In den runderneuerten Räumlichkeiten stehen drei Konferenzräume, eine Eventküche, der Veranstaltungsraum „Pferde-stall“ mit Platz für bis zu bis 60 Personen und das große Kutschenhaus mit Platz für bis zu 300 Personen zur Verfügung. Für Übernachtungsgäste verfügt das Schloss über 19 Zimmer (neun davon wurden renoviert).


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