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Neujahrsempfang der Stadt: Ehrenamt für einen Abend im Mittelpunkt

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Es ist inzwischen schon ein bisschen Tradition, dass die Stadt Bad Berneck zu einem Neujahrsempfang einlädt, bei dem verdiente Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt gerückt werden. Vergangenes Wochenende war es erneut so weit. Die Aula der Sebastian-Kneipp-Schule war prunkvoll geschmückt und die fast restlos gefüllten Reihen belegten auch großes Interesse und Hochachtung der Bürgerinnen und Bürger für die Leistungen der Einheimischen, die an dem Abend hervorgehoben werden sollten.

ONLINE11„Herausheben will ich vor allem die nicht endende Bereitschaft unserer Bürger, sich ehrenamtlich zu engagieren“, lobte Bürgermeister Jürgen Zinnert als Gastgeber die zu Ehrenden. Er vergaß aber auch nicht, die in jüngerer Zeit neu gegründeten oder neu strukturierten Vereine – etwa den Förderverein Kunst und Kultur im Alten Kindergarten, die Künstlerkolonie Fichtegebirge, den Förderverein zur Erhaltung der historischen Stätten oder das Projekt Kultur-Raum-Fichtelgebirge zu erwähnen. Denn diese hätten bereits phantastische Leistungen erbracht.

Gesellschaftliche und kulturelle Angebote schaffen, ein breites Netzwerk an sozialen Dienstleistungen bieten, den Erhalt von Brauchtum und Tradition, Fort- und Weiterbildung, sportliche Betätigung oder Sicherheit für die Bürger. „All das leisten die Aktiven unserer Vereine ehrenamtlich, weil ein solches Engagement ansonsten unbezahlbar wäre und sie bereichern dadurch ihre Stadt in unvorstellbarer Weise“, lobte Bürgermeister Jürgen Zinnert zum Neujahrsempfang, bei dem diesmal 13 Bürger und Vereine geehrt wurden. Die Auswahl erfolgte dabei erstmals nach konkreten Kriterien, wie Zinnert erläuterte. So gehen die Leistungen weit über die Verdienste für den eigenen Verein hinaus, seien mit einer positiven Außenwirkung für die Stadt verbunden und seien mindestens über einen Zeitraum von fünf Jahren erbracht worden.

Der Start in den festlichen Abend oblag dem Kinderchor Wasserknoden mit verschiedenen Liedbeiträgen. Für den besonderen festlichen Rahmen sorgten später mit einem beeindruckenden Einblick in ihre stimmliche Qualität die Neubürgerin und bekannte Opernsängerin Catriona Gallo, die begleitet wurde von ihrem Partner Antony Shelly. Zunächst sang Gallo eine Arie aus „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauß.

Die Grüße des Landrats überbrachte seine Stellvertreterin Christa Reinert-Heinz. Sie bemerkte, dass im ländlichen Raum 49 Prozent der Einwohner mit dem Ehrenamt verbunden sind. „Es gibt viele von außen, die alles schlecht machen. Dabei gilt es herauszustellen, welche enormen Schätze es im ländlichen Raum gibt. Sie haben über 60 Vereine – das ist eine ganz enorme Stärke“, lobte sie.

Doch auch die Festrednerin, die Landtagsabgeordnete Inge Aures, hob die besondere Rolle des ländlichen Raumes hervor.

Zunächst entschuldigte sie sich, dass sie bislang noch nicht, obwohl sie das Richard Schneider zugesagt hatte, bei den Arbeiten an den Burgruinen helfen konnte. Sie habe das aber weiterhin fest vor. Sie hatte aber auch den aktuellen Stand aus München zu einer aus Bad Berneck eingereichten Petition mitgebracht. Zwar sei noch keine endgültige Entscheidung über die Eingabe gefallen, mit der die Feuerwehr Bad Berneck um eine zusätzliche Förderung für den noch ausstehenden Rüstwagen bittet. Wie Inge Aures, selbst Mitglied des Petitionsausschusses, bekannt gab, sei jedoch im Frühjahr damit zu rechnen, dass der Punkt in München Aufnahme auf die Tagesordnung finden wird.

Catriona Gallo war dann ein zweites Mal an der Reihe, diesmal sang sie die Czardas aus „Die Fledermaus“.

Die eigentlichen Ehrungen nahmen Inge Aures und Bürgermeister Jürgen Zinnert gemeinsam vor. Die Geehrten finden sie zusammengefasst auf der nächsten Doppelseite.

Nach dem Ehrungsblock war Gerhard Bayerlein an der Reihe, der gemeinsam mit allen Gäste das Fichtelgebirgslied „Wenn ich durch die Wälder streife“ anstimmte, bevor sich dann ein Sektempfang und ein eher gemütlicher Teil mit einem Imbiss und interessanten Gesprächen anschloss.

  Harald Judas

 


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