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Plassenburg investiert eine Million Euro in Standort Bad Berneck

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Welch wohltuend positive Nachricht für unsere Stadt in Zeiten, in denen es Hiobsbotschaften nur so gehagelt hat: Die Plassenburg-Kelterei bekennt sich ganz klar zu Bad Berneck. Laut einem Bericht der Bayerischen Rundschau will die Genossenschaft am hiesigen Standort neu bauen – für rund eine Million Euro. Dieses ehrgeizige Vorhaben offenbarte Aufsichtsratsvorsitzender Werner Kauper vor der Generalversammlung am vergangenen Samstag im Gasthof Geuther in Kulmbach. Gegenüber dem Stadtanzeiger bestätigte er die Meldung.

Der Aufsichtsrat, so Kauper, habe einstimmig beschlossen, sich zum bisherigen Standort zu bekennen. Es sei geplant, den alten Teil des Produktions- und Verwaltungsgebäudes abzubrechen und eine neue Halle zu bauen. „Wir sind aufgefordert, bauliche Maßnahmen zu ergreifen, um den Betrieb, die Qualität unserer Produkte und die Wettbewerbsfähigkeit für die Zukunft zu sichern“, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende laut Rundschau und fügte an: „Nichts zu tun, wäre eine Rückschritt.“ Kauper bezifferte die geplante Investitionssumme auf eine Million Euro. Das Projekt soll noch heuer in Angriff genommen werden.

Ein klareres Bekenntnis zum gegenwärtigen Standort gibt es kaum. Die Plassenburg-Kelterei will eine Million Euro in den Neubau eines Gebäudes investieren, dafür soll das alte Produktions– und Verwaltungsgebäude weichen.

Plassenburg-Geschäftsführer Herbert Hubmann berichtete, dass die Apfelernte im Herbst 2009 – nach dem Spitzenergebnis im Jahr 2008 – nahezu komplett ausgefallen sei: „Es hing letztes Jahr nichts an den Bäumen.“ Man habe mit 680 Tonnen Mostäpfeln nur etwa 25 Prozent der Vorjahresmenge verarbeitet – „und davon kamen die wenigsten Äpfel aus unserem Gebiet.“ Hier profitiert man nun von dem großen Tanklager, das im Vorjahr vollständig aufgefüllt worden ist. Hubmann: „Mit dem Apfelsaft, den wir 2009 gepresst haben, reicht uns der Vorrat bis zur nächsten Ernte.“ 2008 habe es so viele Äpfel gegeben, dass man sogar 600 Tonnen („Das entspricht 25 Sattelzügen“) verkaufen konnte. Der Großteil sei nach Südtirol exportiert worden, wo saure Mostäpfel gebraucht werden.

Mehr dazu in der Ausgabe 05/10 des Stadtanzeigers.


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