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QR-Tour als Alleinstellungsmerkmal

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Die Zeit des ausgiebigen Testens ist vorbei: Am vergangenen Sonntag gab es im Eventzio den offiziellen Startschuss zur QR-Tour. „Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal ist entstanden“, hob Sandra Baumann von der Bad Bernecker Tourist Information hervor, die als Moderatorin der Veranstaltung wirkte.

Mit Hilfe einscannbarer QR-Codes an den örtlichen Sehenswürdigkeiten und wichtigen Orten ist es nun ab sofort möglich, mit einem Tablet-Computer und entsprechender App in die Geschichte Bad Bernecks einzutauchen. Dies ist das Gemeinschaftswerk vieler Bad Bernecker mit Initiatorin Sabine Gollner und ihrem Mann Nigel Amson an der Spitze und mit Unterstützung mehrerer regionaler und internationaler Künstler, allen voran dem britischen Filmemachers Dominic Day, der auf künstlerische Art die enthaltenen Filmsteifen produzierte.
Die Tour unterscheidet sich von andernorts Vorhandenem vor allem durch eine bisher einmalige Vielfalt an Informationen. Historische Bildaufnahmen und aktuelles Film- und Tonmaterial fanden so den Weg in die Tour, die – will man sie an einem Stück ablaufen – 6,5 Kilometer lang ist. Die sich aber auch in „mehrere Sonntagsspaziergänge“ aufteilen lässt, so der Tipp von Sabine Gollner.
An 30 bedeutenden Punkten in Bad Berneck hängen die Tafeln mit besagten QR-Codes. Nach deren Einscannen lassen sich dann per Tablet neben Bildinformationen über 30 Filme und Tonaufnahmen – Infos, Interviews mit Zeitzeugen und eben Filmmaterial oder Animationen – abrufen.

Festredner Prof. Dr. Günter Dippold und Initiatorin Sabine Gollner zusammen mit Bad Bernecks zweitem Bürgermeister Alexander Popp, Goldkronachs Bürgermeister Holger Bär, den Bad Bernecker Stadträten Sandra Schiffel und Klaus Sowada sowie den TI-Mitarbeitern Sandra Baumann und Gerald Jung beim symbolischen Start der QR-Tour (v. re.).

Festredner Prof. Dr. Günter Dippold und Initiatorin Sabine Gollner zusammen mit Bad Bernecks zweitem Bürgermeister Alexander Popp, Goldkronachs Bürgermeister Holger Bär, den Bad Bernecker Stadträten Sandra Schiffel und Klaus Sowada sowie den TI-Mitarbeitern Sandra Baumann und Gerald Jung beim symbolischen Start der QR-Tour (v. re.).

Vier Jahre zuvor hatte Stadträtin Sandra Schiffel bei der Konfrontation mit ersten QR-Codes die noch unstrukturierte Idee für ein solches Projekt gehabt. „Das wäre was für uns“, so Schiffel. Bei Gesprächen mit Sabine Gollner kam dann der Plan auf, unter Einbeziehung der Einheimischen die Tour zu entwickeln. Es folgten drei Jahre konzeptionelle Arbeit und ein Jahr für die Umsetzung.
Wobei sich bei der Finanzierung – zu den Gesamtkosten von 60.000 Euro hat die Stadt Bad Berneck nur 3.300 Euro beisteuern müssen -, auch zweiter Bürgermeister und Regionalmanager Alexander Popp miteinbrachte. Die eingeflossenen Fördermittel kamen aus Leader-ELER-Mitteln der EU, aber auch unter anderem von der Oberfrankenstiftung und der Sparkassenstiftung. Diese überreichte in Person des für Kommunen zuständigen Matthias Böhner einen 5.000 Euro-Scheck sogar noch während der Vorstellung. am Sonntag
Sabine Gollner berichtete aber auch davon, dass weitere Anfragen für ähnliche Projekte schon vorliegen. „Wir danken allen Kulturschaffenden, die ein Teil der Tour geworden sind“, so Gollner in die Runde. Von der hohen Produktionsqualität konnten sich die rund 200 Besucher im restlos gefüllten Eventzio gleich selbst überzeugen. Es wurde vor Ort eine Auswahl der Filme gezeigt. Als Beispiele für die Bürgerbeteiligung an dem Projekt wurden die Mittelaltergruppe Burgomanis de Bernegge und der Gesangverein 1835 hervorgehoben. Letzterer gestaltete mit einem Liedbeitrag auch die Präsentation mit aus.
Gollner betonte aber auch, dass es ab sofort eine DVD gibt. Für alle, die auf ein Leih-Tablet zurückgreifen und sich so trotzdem die Filme mit nach Hause nehmen wollen. Um auf die Tour aufmerksam zu machen, gibt es zudem bei Youtube einen Werbeclip. Der lässt sich unter anderem finden, wenn man in das Suchfenster „QR-Tour – the promo“ eingibt.
Unter den Gästen waren aber nicht nur Mitglieder von Burgomanis, sondern auch die Biedermeier-Gruppe Bad Steben, die ebenfalls in den kurzen Filmen zu sehen ist. Auch sie erschienen in ihren historischen Kostümen. Ebenso Stadtrat Klaus Sowada, der das symbolische Startsignal gab, und zwar in einer Eisenbahner-Uniform.

 


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