Abonnieren: Artikel | Kommentare
Seite durchsuchen:
Schüler-Demo für sichereren Schulweg
Mit einer Demonstration machten Schüler der vierten Klasse der Sebastian-Kneipp-Grund-schule kürzlich auf ein Problem aufmerksam, das schon lange besteht: die drangvolle Enge am Parkplatz der hiesigen Schule. Viele Kinder, die vom Anger kommen, müssen über den Parkplatz laufen. Lehrer parken dort, die Müllabfuhr muss sich mit einem großen

Mit Transparenten und Schildern machten die Schüler auf die Gefahren durch an– und abfahrende Autos am Lehrerparkplatz aufmerksam.
LKW einen Weg bahnen und auch die Post fährt dort ihre Lieferung an. Zusätzlich wollen auch viele Eltern ihren Kindern 100 Meter Fußweg ersparen und fahren möglichst dicht an die Schule. Dann kann es dort schon einmal richtig gefährlich werden!
Während ihrer Ausbildung für den Fahrradführerschein erfuhren die Schüler am eigenen Leib, wie leicht ein rückwärts rollender Autofahrer im Rückspiegel ein Kind übersieht. Staunend sahen sie, dass der tote Winkel jemanden einfach „verschwinden“ lässt! So etwas passiert am Parkplatz hinter der Schwimmhalle immer wieder. Umso wichtiger ist es, dass dort möglichst wenig Autos unterwegs sind.
Darauf wollten die Viertklässler hinweisen und bereiteten ihre Veranstaltung gut vor: Aus Bettlaken und Tonkarton, mit Filzstiften und Tacker hantierend, wurden Plakate und Verkehrsschilder hergestellt. „Vorsicht! Schulkinder!“ war da z.B. zu lesen. Und sie machten deutlich, dass Schüler durchaus vom Parkplatz am Kindergarten aus zur Schule laufen können, ohne sich zu überanstrengen. Neben dem „STOP!“–Schild“, das hochgehalten wurde, und einem „Zufahrt nur für Berechtigte“–Zeichen konnte man deshalb lesen: „Bitte benutzen Sie den Parkplatz am Kindernest!“ Um auf das Problem aufmerksam zu machen, verteilten die Schüler vorbereitete Info-Zettel. Somit gab es für Eltern kaum ein Durchkommen; Taxis, Lehrer oder auch Eltern, die gehbehinderte Kinder transportierten, durften natürlich weiterfahren!
Volle Unterstützung für ihre Aktion fanden die Kinder auch beim Elternbeirat; stellvertretend bedankte sich Tanja Friedrich bei den kleinen Demonstranten mit einer süßen Überraschung.
Es war für die Kinder interessant zu beobachten, wie viele Autos gerade noch „die Kurve kratzten“ und auf dem engen Weg (oft recht abenteuerlich) wendeten, um ihre Kinder auf dem großen Parkplatz am Kindernest aussteigen zu lassen! Ob die Eltern sich daran gewöhnen könnten, dort anzuhalten? Die Schulkinder würden es ihnen danken!




















