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Schüler versorgen sich selbst

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Schon im Interview mit dem Stadtanzeiger zum Amtsantritt hatte Katharina John, die neue Rektorin der Sebastian-Kneipp-Schule, angekündigt, dass sie eine Schülerfirma ins Leben rufen will. Mitte November war es nun soweit und inzwischen übernimmt eine 15-köpfige Crew des Unternehmens „Snackeria“ immer donnerstags den Pausenverkauf. Die Schüler jedenfalls freut es, „Snackeria“ wurde gleich bestens angenommen“.

Simone Sachs und Birgit Fischer-Lenk mit ihren Schülern beim Vorbereiten der Speisen, die im Schulunternehmen „Snackeria“ verkauft werden.

Die Mitarbeiter der Snackeria setzen sich aus Schülern und Schülerinnen der 7. bis 10. Jahrgangsstufe zusammen und engagieren sich zum Teil auch in ihrer Freizeit für diese Arbeitsgemeinschaft.

Das Projekt ist allerdings auch Teil des Unterrichts im Fach Soziales, wobei als Lehrkräfte Simone Sachs und Birgit Fischer-Lenk beteiligt sind. Damit sich die gesamte Schülerschaft orientieren kann, findet sich der jeweils aktuelle Speiseplan als Plakat im Schulhaus und kann auch auf der Homepage der Schule eingesehen werden. Das ganze funktioniert über Essensmarken, die im Voraus gekauft werden können. Die Preise hierfür liegen bei etwa einem Euro.

Die Sebastian-Kneipp-Schule nimmt damit an einem Projekt des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten teil, in dessen Rahmen der Aufbau von Schülerfirmen als Schulprojekt unterstützt wird – sofern die gesundheitsfördernde Schulverpflegung das Ziel ist. Um Hintergrunddaten zu sammeln, hatte das Landwirtschaftsministerium schon im Herbst 2009 bayernweit die Schulen zur Ernährungssituation befragt. Im Mittelpunkt sollen sinnvolle Ernährungsgewohnheiten und Eigenverantwortlichkeit stehen. Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 7 verpflegen hierbei mit ihren Schülerunternehmen ihre Mitschüler und übernehmen dabei Planung, Einkauf, Zubereitung und Ausgabe der Speisen in den Pause. Bereits mehr als 170 Schülerunternehmen in ganz Bayern haben die Chance genutzt und eine erfolgreiches Miniunternehmen zur gesundheitsförderlichen Verpflegung von Schülern für Schüler aufgebaut. Die angebotenen Mahlzeiten sollen gesund, ausgewogen sein und dienen so der Gesundheitserziehung in der Schule.

An der hiesigen Schule beispielsweise finden sich auf der Speisekarte verschiedene Sandwich-Arten, Joghurts  oder Fruchtsäfte. Für die notwendige Erstausstattung flossen schon 995 Euro aus Fördertöpfen nach Bad Berneck. Ein zweiter Antrag auf eine Erweiterung des Projekts ist gestellt.

 


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