Abonnieren: Artikel | Kommentare

Schulverband: Etat nahezu unverändert

0 Eintrag

Anfang des Monats war das Zahlenwerk schon vorbesprochen worden, nun wurde im Schulverband Bad Berneck der Haushalt 2014 abgesegnet. Dabei hielten sich die Diskussionen nach der intensiven Vorberatung im Rahmen.

Stadtkämmerer Ulrich Bayer stellte noch einmal ausführlich das Zahlenwerk vor. Und er erläuterte, dass der Haushalt eng angelehnt an den des letzten Jahres sei. Der Etat umfasst dabei insgesamt 563.950 Euro (Vorjahr: 566.850 Euro). Dabei wurde der Verwaltungshaushalt etwas auf 437.650 Euro zurückgefahren (Vorjahr 448.700 Euro). Der Vermögenshaushalt legte hingegen auf 126.300 Euro zu (Vorjahr 118.150 Euro). Es gebe keine gravierenden Änderungen, außer den Mehraufwendungen der Schülerbeförderung, fasste der Kämmerer die Situation zusammen. Die Rücklage des Schulverbandes liege auf gleichem Stand von 15.474 Euro. Aufgrund von Tilgungen können indes die Schulden von 1.014.850 Euro im Vorjahr auf jetzt 892.321 Euro gesenkt werden. Dabei werde die Umlage der Kosten entsprechend der Schülerzahlen vorgenommen, wobei aus Bad Berneck selbst 128 Schüler kommen, die gemeinsam mit 40 aus Goldkronach und 19 aus Bischofsgrün die Sebastian-Kneipp-Schule besuchen.
Im Vermögenshaushalt seien rund 15.000 Euro an Ausstattung laut einer Wunschliste der Schulleitung vorgesehen, deren Zusammensetzung schon in der Vorsitzung besprochen worden war und die nun quasi unverändert bestätigt wurde. Weiter sind 7.000 Euro für den teilweisen Ersatz von Leuchten durch Lampen mit LED-Technik vorgesehen, weitere 7.000 Euro sind für die Moosentfernung vorgesehen, 4.500 Euro für

Der Front des alten Hallenbades hat sich Schulabgänger Jannik Weigel angenommen. Schulleiterin Katharina John und Bürgermeister Jürgen Zinnert verfolgen die Fortschritte.   Foto: BBS

Der Front des alten Hallenbades hat sich Schulabgänger Jannik Weigel angenommen. Schulleiterin Katharina John und Bürgermeister Jürgen Zinnert verfolgen die Fortschritte. Foto: BBS

Maßnahmen am Allwetterplatz und 3.800 Euro für den Skaterplatz, sowie 9.300 Euro für ein Energiemanagement. Insgesamt sind 1.806,15 Euro Verwaltungskostenanteil je Schüler umzulegen. Hinzu kommen 277,54 Euro je Schüler für Investitionen. In der anschließenden Diskussion bat Schulverbandsrat Stephan Unglaub darum zu prüfen, ob durch Umschuldungen bei den laufenden Darlehen aufgrund des günstigen Zinsniveaus etwas eingespart werden könne. Was Kämmerer Ulrich Bayer allerdings verneinte, da bei den bestehenden Darlehen die Banken eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangten, die den Zinsvorteil auffresse.
Danach nutzte Rektorin Katharina John die Gelegenheit, um dem Schulverband dafür zu danken, dass er alle schulischen Entwicklungsschritte mit trage. Für die Arbeit zur Aufstellung des Haushaltes bedankte sich dann auch noch Goldkronachs Bürgermeister Holger Bär. Der vorgelegte Haushaltsplan wurde letztlich einstimmig abgesegnet. Beschlossen wurde auch ein unveränderter Stellenplan.
Ansonsten ging es im Schulverband um das Thema Schulsozialarbeit. Wie Bischofsgrüns Bürgermeister Stephan Unglaub anmerkte, bekomme Weidenberg voraussichtlich eine eigene Stelle. Wobei die Aussage im Raum stehe, dass im Schulverbund, also in der größeren Einheit, in der Bad Berneck gemeinsam mit Weidenberg, Bindlach und Gefrees zusammengefasst ist, nur eine entsprechende Kraft genehmigt werden soll. Heißt, es wird zwar gerade am Schulstandort Bad Berneck der Bedarf ermittelt, jedoch momentan ohne Chance auf Umsetzung. Ein Problem ist die Zuständigkeit des Landratsamtes, bei den derzeit bekannten Finanzproblemen des Landkreises. „Wir werden den Kampf gerne aufnehmen“, zeigte sich Bischofsgrüns Bürgermeister damit nicht zufrieden. In die Waagschale werfen kann man die Tatsache, dass alle drei Bürgermeister einen Sitz im Kreistag innehaben.
Aber auch über ein Projekt, das die Optik des Hallenbades verbessert, wurde angesprochen. Denn Jannik Weigel, ein Schüler der 10. Abschlussklasse, hatte angeboten, die Außenwand des Hallenbades mit einem Graffiti zu verschönern. Kämmerer Ulrich Bayer steuerte dazu die Anekdote bei, dass kurz darauf eine Dame in der Stadtverwaltung angerufen und Schmierereien gemeldet hatte. Der Künstler hatte Anfang der vergangenen Woche mit seinem Werk angefangen und dürfte inzwischen fertig sein.
An die offizielle Sitzung schloss sich insbesondere für die neuen Mitglieder des Schulverbandes ein Rundgang durch das gesamte Schulgebäude an. Wobei auf besonderes Interesse ein Projekt der Schülerfirma Snackeria stieß. Denn die stellt aus alten Verpackungsmaterialien inzwischen auch schmucke Taschen her. Die Schulverbandsmitglieder ließen sich jedenfalls erste Exemplare gleich vor Ort reservieren. Aber auch der im abgelaufenen Schuljahr durch die Schüler der Ganztagesklasse reaktivierte Schulgarten wurde angeschaut. Harald Judas


Kommentar dazu schreiben:

Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu schreiben.