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Sommernachtsfest abgesagt

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Am späten Freitagmorgen kam das Aus – mitten hinein in einen heftigen Regenschauer. Da nützten auch alle Prognosen nichts, die über die gesamte letzte Woche für Samstag Wetterbesserung versprochen hatten. Das Sommernachtsfest 2010, es wurde abgesagt. „Ganz, ganz schweren Herzens“, wie Claudia Trautmann von der Kur und Tourismus GmbH dem Stadtanzeiger sagte. Einen Ausweichtermin – das war im Vorfeld schon deutlich geworden – gibt es nicht.

Es war schon fast alles angerichtet... Mitten hinein in die Aufbauarbeiten kam die Absage am Freitagvormittag.

Wochenlang hatte Claudia Trautmann mit ihrem Team geplant und organisiert. Doch nur 18 Grad waren für den Abend vorausgesagt – je nach Wettermelder die Prognosen von „leichter Bewölkung bis hoher Niederschlagswahrscheinlichkeit“ unterschiedlich. „Wir haben uns unsere Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht“, sagt Claudia Trautmann, „aber es ging nicht anders, das Risiko für uns und unsere Partner wäre zu groß gewesen und der Rasen im Kurpark hätte riesigen, kaum reparablen Schaden genommen“.

Sie hatte sich selbst am Freitagmorgen von den Bedingungen ein Bild gemacht, man hatte schon mit dem Aufbau begonnen, und schon da waren tiefe Spuren und Furchen auf dem Grün zu Tage getreten. „Der permanente Regen von Donnerstag auf Freitag hat den Rasen komplett aufgeweicht, die Wiese gleicht eher einem Sumpf. Das konnten wir nicht verantworten.“

Hinzu kommt das Risiko, das die Beschicker zu tragen gehabt hätten. Auch aus Rücksicht auf sie, erfolgte das Aus. Nicht auszudenken, wenn alles aufgebaut worden wäre, alle Essens- und Getränkestände voll mit Personal gewesen wären und dann nur ein Häuflein Besucher gekommen wäre, macht die Organisatorin die Problematik deutlich. Wolfgang Fiebich vom Bayreuther Szenelokal Borracho, zuständig für alle Getränkestände, hatte laut Claudia Trautmann auf Anfrage auch für die Absage plädiert – „angesichts der äußeren Bedingungen mit nur 18 Grad, die sich im Kurpark anfühlen wie 16“.

So bleibt der Schaden für die Stadt wenigstens überschaubar. Zwar werden wohl geringe Ausfallgagen für die Musiker fällig, im Vergleich zu einem Fest mit nur einigen wenigen Besuchern, ist dies aber verkraftbar. Abgesehen von dem riesigen Organisationsaufwand  und den vielen enttäuschten Bad Berneckern und ihren Gästen, die natürlich gerne ihr beliebtestes Fest gefeiert hätten.


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