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SVR-Sieg teuer bezahlt

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Drei Punkte brachte der SV Röhrenhof vom Auswärtsspiel in Creußen mit nach Hause. Doch musste man sich die Zähler teuer erkaufen. Torjäger Hasan Seker musste mit einer Fußverletzung ins Krankenhaus eingeliefert werden und wird seiner Mannschaft in den nächsten Wochen fehlen. Noch schlimmer erwischte es Jörg Lottes. Mit einer schweren Gesichtsverletzung wurde auch er mit dem Krankenwagen abtransportiert. Aufgrund dieser Ereignisse geriet der 2:1-Erfolg der Nachtmann-Elf zur Nebensache.

Einige brenzlige Situationen hatte der SVR bei seinem 2:1-Auswärtssieg beim 1. FC Creußen zu überstehen. Hier wehrt Spielertrainer Christian Nachtmann einen Schuss der Gastgeber per Kopf ab.Das Verletzungspech suchte den SVR bereits nach zwei Spielminuten heim, als Jens Jungwirth mit einer Muskelverletzung passen musste. Für ihn kam der zuvor lange verletzte Stefan Zimmermann ins Team. Creußen begann couragiert und war in der Anfangsphase die spielbestimmende Mannschaft.

Röhrenhof tat sich schwer und musste sich erst auf die äußerst widrigen Platzverhältnisse einstellen. Anscheinend war der Creußener Platzwart im Urlaub, und so standen die Spieler bis zu den Knöcheln im Gras. An ein Kombinationsspiel war nicht zu denken, da der Ball überhaupt nicht rollen konnte.

Nach und nach befreiten sich aber die Rot-Weißen und hatten nach einer schönen Flanke von Daniel Sauerstein durch Hasan Seker eine gute Möglichkeit, in Führung zu gehen. Ein Schuss von Cengiz Seker strich auch nur knapp am Gehäuse vorbei.

In der Abwehr zeigten die Fichtelgebirgler an diesem Tag jedoch einige Schwächen, so musste man mehrere brenzlige Situationen überstehen. In den letzen Minuten des ersten Durchgangs hatten die Gastgeber zahlreiche hochkarätige Einschussmöglichkeiten aus kürzester Distanz. Doch Röhrenhofs Torsteher Dominik Kurz zeigte unglaubliche Reaktionen und brachte die Gastgeber schier zur Verzweiflung.

Nach dem Wechsel ging die Nachtmann-Elf schnell in Führung. Nach einem Einwurf in den Strafraum hatte die einheimische Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone gebracht. Der für den verletzen Hasan Seker eingewechselte Jörg Lottes bekam das Leder und verwandelte, mit dem Rücken zum Tor stehend, aus der Drehung zur Gästeführung. Röhrenhof hatte nun seine stärkste Phase und legte nach. Der erstmals wieder einsatzfähige Michael Hacker setzte sich auf dem linken Flügel durch und bediente Jörg Lottes, der dann für den freistehenden Michael Bartoschek mustergültig auflegte. Aus ca. zehn Metern Torentfernung traf Bartoschek per Flachschuss zum 2:0.

Danach folgte die schwere Verletzung von Jörg Lottes. Sein Gegenspieler sprang ihn in den Rücken und Lottes schlug mit dem Gesicht auf dem Boden auf. Das Spiel wurde für lange Zeit unterbrochen. Zwei Rettungswagen wurden angefordert, um Hasan Seker und Jörg Lottes ins Klinikum Bayreuth zu bringen. Als nach Wiederbeginn die Röhrenhofer Akteure noch unter Schock standen, schlugen die Einheimischen zu. Ihr stärkster Spieler Koch hatte an der Strafraumgrenze zu viel Platz und zog ab. Gegen seinen Schuss in die untere Torecke hatte Kurz keine Abwehrchance. Als dann Barotschek die Ampelkarte sah, zogen sich die Röhrenhofer zurück und verteidigten mit großem Kampf und einem starken Keeper Kurz den Vorsprung bis zum Schlusspfiff.

Fazit des Spiels: Am Ende war der Sieg für Röhrenhof zwar glücklich, doch nicht einmal unverdient. Man muss der Mannschaft in Sachen Einsatzbereitschaft und Kampf ein großes Lob zollen. Schließlich hatte man drei verletzte Spieler zu verkraften, musste auf einem unzumutbaren Platz spielen und dazu bei tropischen Temperaturen die letzten 15 Minuten in Unterzahl agieren. Aus einer geschlossenen Röhrenhofer Mannschaft ragte der starke Schlussmann Kurz noch heraus. Zu erwähnen sind noch die unfairen Zuschauer der Gastgeber, was vor allem die ausländischen Spieler auf Röhrenhofer Seite zu spüren bzw. zu hören bekamen.

Von Udo Sauerstein


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