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Thomas Ledwolorz übernimmt FW-Vorsitz

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Die Freien Wähler haben sich eine neue Vereinsführung gewählt. Der neue Vorsitzende Thomas Ledwolorz soll vor allem auch als Bindeglied von Stadtratsfraktion und der Wählervereinigung dienen.

In einem kurzen Statement betonte der scheidende Vorsitzende Fritz Kaufmann, dass es ihm aus beruflichen Gründen nicht möglich sei, das Amt weiterzuführen. Er kündigte an, nicht erneut zu kandidieren, aber die Freien Wählern zu „unterstützen, soweit es geht“.

Denn personell sind die Freien Wähler im Aufwind: Vier Neumitglieder sind zu vermelden, wie Kassier Werner Kugler stolz berichtete. „Der höchste Stand, den ich erlebt habe“, hob er heraus. Kugler konnte aber auch die bestgefüllte Kasse seit Jahren vermelden. Allerdings gab er zu bedenken, dass das Geld spätestens im Vorfeld der kommenden Kommunalwahl auch wieder benötigt werde. „Nach der letzten Wahl hatte ich keinen Euro mehr“, erinnerte sich der Kassier zurück.

Dann kam es unter der Leitung von Erich Götz zur Neuwahl. Mit Thomas Ledwolorz stellte sich hierbei einer der amtierenden Stadträte zur Verfügung. Keine Überraschung war, dass der populäre Geschäftsmann einstimmig das Vertrauen der Versammlung erhielt. Neu besetzt wurde mit Günter Mayer aber auch der Posten des stellvertretenden Vorsitzenden. Mayer wird sich zudem in Personalunion weiter um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern. Der bisherige zweite Vorsitzende Holger Zahn stand aus beruflichen Gründen nämlich ebenfalls nicht mehr zur Verfügung. In ihren Ämtern bestätigt wurden Werner Kugler als Kassier, Schriftführer Heinz Zahn, die Revisoren Susanne Fischer und Daniel Fischer sowie die Beisitzer Wolfgang Maisel und Elfriede Zahn.

„Wir Freie Wähler treten als Team auf“, diese Feststellung stellte der neue Vorsitzende Thomas Ledwolorz an den Anfang seiner Worte als neuer FW-Chef. „Wir haben festgestellt, dass wir ein Bindeglied brauchen von der Gruppierung zum Stadtrat“, erklärte er weiter. Er habe sich für das Amt bereit erklärt, da der neue zweite Vorsitzende seine Unterstützung zugesagt habe. Denn die sechs Stadträte haben ein „strenges Programm“ zu absolvieren.

Thomas Ledwolorz und sein Vorgänger Fritz Kaufmann, der aus beruflichen Gründen nicht für eine weitere Amtszeit kandidierte.

„Über die Homepage sollten wir uns unterhalten“, sprach er auch die fehlende Aktualität des Informationsmediums an. Was allerdings daran lag, dass den Verantwortlichen die nötigen Informationen nicht immer weitergegeben wurden, wie ergänzend bekannt wurde.

„Wir möchten über die Ortsteile ziehen“, gab Ledwolorz als ein Ziel aus. Erste Station künftig wieder regelmäßiger Stammtische soll dabei Escherlich sein. „Ich werde ein fordernder Vorstand sein“, betonte Ledwolorz zudem. Im vergangenen Jahr sei es zwar nur zu einem Termin gekommen. Aber man habe auch Zeit gebraucht, um in der Fraktion zusammenzuwachsen.

Aus der Stadtratsarbeit berichtete anschließend der Fraktionssprecher Joachim Beth. Er betonte, dass eine positive Entwicklung für die Stadt nur zu schaffen sei, wenn alle mitmachten. Positiv hob er in dem Zusammenhang die Bemühungen der Gastronomie heraus.

Die Fraktion selbst hatte unter anderem 15 Stadtratssitzungen und die gleiche Anzahl Fraktionsvorbesprechungen zu absolvieren. Hinzu kamen Seminare, Vorträge, Besuche bei Veranstaltungen anderer Vereine sowie auch in den Partnergemeinden. Und die Partnerschaft Richtung Tschechien sollte auch ausgebaut werden, legte sich Beth bei dem Thema fest. Inklusive Geburtstagsbesuchen kam er auf insgesamt 229 Termine.

Besonders stellte er aber die Aktivitäten einzelner Mitglieder heraus. So vergaß er nicht Ingrid Binecki und die von ihr initiierte neue Kneippanlage zu erwähnen. Dass Dinge auch ohne Geld leistbar seien, sei an Sandra Schiffel und ihrer Kunststraße oder der Fotoausstellung erkennbar. Heiner Zeitler habe das Jugendblasorchester in der Musikschule untergebracht. Aber auch Heinz Zahn zum Thema Bergbau, Werner Kugler, Helga Popp, Charlotte Cervantes-Kaufmann oder Wolfgang Maisel nannte er. Beth erinnerte aber auch an Horst Friedrich, der sich um das Herrichten der Felsenkeller und neue Lampen für den Kurpark gekümmert hatte.

Ein Sorgenkind sei hingegen die Freilichtbühne. Man könnte heulen, wenn man sieht, dass es derzeit an den Stützen scheitert. Das Thema sei nicht vom Tisch, sei jedoch wie so vieles ein finanzielles Problem.

In der abschließenden Aussprache bat dann Wolfgang Maisel, bei Feuerwehrveranstaltungen bei Verhinderung der Bürgermeisters doch Feuerwehrreferent Jürgen Hartmann oder notfalls auch einen Stadtrat in Vertretung zu schicken.

Beth lobte auch „weitere Menschen“, die sich für die Heimat einsetzen, wie Gaby Wenz. „Wer weiß, wo der Dendrologische Garten ohne sie wäre.“ Alexander Popp ergänzte an der Stelle, dass durch die Werbung für Führungen durch den Dendrologischen Garten, die tschechische Gemeinde Becov aufmerksam wurde. Der inzwischen geschlossene Kooperationsvertrag biete nun die Chance für gemeinsame Projekte.

Und Sandra Schiffel wies darauf hin, dass sich Bad Berneck als „Kunst- und Kulturstadt“ unter den Künstlern herumspreche. Es gebe zunehmend Nachfragen aus Künstlerkreisen. „Was ich vermisse, sind Bernecker“, wünschte sie sich aber noch mehr Interesse vor Ort. Wie Joachim Beth ergänzte, wüssten aber auch die Bayreuther nicht, was in Bad Berneck so läuft. Dies bedeute, dass die Werbung intensiviert werden müsse.

In der abschließenden Aussprache erinnerte Thomas Ledwolorz aber auch an das Thema Kurmittelhaus. Die Verhandlungen hatten sich schließlich drei Jahre hingezogen. Mit dem Verkauf lassen sich nun aber 100.000 Euro im Jahr einsparen, ließ der neue Vorsitzende zu dem Thema wissen.

 


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