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TSV auf Tuchfühlung zu den Spitzenrängen

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Der TSV Bad Berneck ist seiner Linie treu geblieben, die da wäre: Es gibt keine! Nach der 1:5-Packung beim Sportring Bayreuth ließen die Kurstädter nun zuhause den ebenso hoch gehandelten ASV Oberpreuschwitz mit 2:0 abblitzen und gingen auf Tuchfühlung zu den Spitzenrängen.

Hatte diesmal garkeinen Grund  so grimmig dreinzublicken. Mit dem 2:0-Sieg gegen Oberpreuschwitz wurden alle Vorgaben des TSV-Coaches erfüllt.

Hatte diesmal garkeinen Grund so grimmig dreinzublicken. Mit dem 2:0-Sieg gegen Oberpreuschwitz wurden alle Vorgaben des TSV-Coaches erfüllt.

 Verdient war er, der Sieg des TSV. Das sagten nach dem Spielende unisono die beiden Spielertrainer. Während Bad Bernecks Klaus Harreis von einem „hochverdienten“ Dreier sprach, nannte Oberpreuschwitz‘ Hannes Mahr das Endergebnis „schon verdient, weil die Bernecker die insgesamt besseren Chancen hatten.“

„Eines der besseren Kreisklassen-Spiele, das ich mitgemacht habe“ (Hannes Mahr) begann mit hohem Tempo und erkennbarem Willen der Heimelf, die Scharte der Vorwoche wieder auszuwetzen. So war es auch der TSV, der in diesem ausgeglichenen Spiel die ersten Akzente setzte: Eine Volleyabnahme von Maximilian Völkl, ein Schuss aus 16 Metern von Tobias Neukam oder eine knapp verpasste Hereingabe von Dennis Mager – Chancen waren da, es fehlte das Erfolgserlebnis. Wie so oft in jüngster Vergangenheit.

Anders als in so manchen Spielen zuvor blieben die Schwarz-Weißen am Drücker. Und wurden kurz vor dem Pausentee auch belohnt. Es war Maximilian Völkl, der das Tor zum vierten Saisonsieg aufstieß. Der TSV-Spielmacher eroberte sich den Ball im Mittelfeld und startete einen unwiderstehlichen Alleingang, den er aus elf Metern gekonnt abschloss.

Diese Führung verlieh der Harreis-Elf nun Sicherheit. Wobei sich beide Teams zunächst im Mittelfeld neutralisierten. Schon der nächste Höhepunkt des Spiels brachte die Vorentscheidung. Eine gut getimte Rechtsflanke von Tobias Neukam nickte der vor dem ASV-Gehäuse vollkommen frei stehende Dennis Mager zum 2:0 in die Maschen. Nun verlegten sich die Bad Bernecker auf Sicherung des Vorsprungs und zogen sich dementsprechend zurück. Manko war hier, dass die sich bietenden Konterchancen immer wieder durch schlampige letzte Pässe abgewürgt wurden. So warf der Gast in den letzten zehn Minuten noch einmal alles nach vorne und sorgte mit hohen Bällen auf den nun nach vorne beorderten Helgert für Gefahr.

Dennoch fand der Gast nur selten eine Lücke im Bad Bernecker Abwehrverbund. Und wenn doch einmal ein Ball aufs Tor kam, stand da mit dem 54-jährigen Hans Nüssel, ein Mann, den nichts mehr erschüttern kann. Die wenigen brenzligen Situationen entschärfte die Vertretung der verletzten Nummer eins, Christopher UIhlig, mit stoischer Ruhe.

So wurde das vierte Saison-Heimspiel auch für Klaus Harreis zum perfekten Nachmittag. „Einen Sieg eingefahren, dabei zu null gespielt und durch die Bank konzentriert gearbeitet – alle Vorgaben erfüllt“, resümierte der Coach nach getaner Arbeit.

 

Fazit des Spiels: Gerade dieses Spiel hat gezeigt, zu was der TSV fähig ist, wenn er sich einmal keine Patzer erlaubt. Auch ohne Kapitän Münch, Keeper Uhlig und Verteidiger Back gelang so ein verdienter Sieg gegen einen heiß gehandelten Aufstiegsaspiranten. Während beim ASV Keeper Mahr, Halimi und Brendel überzeugten, glänzte Bad Berneck mit einer starken, geschlossenen Mannschaftsleistung. Wobei man den Hut vor Oldie Hans Nüssel ziehen muss. Als geschickter und richtiger Schachzug erwies sich freilich auch die Maßnahme des Trainers, Routinier Alexander Degelmann vom Flügel in die Zentrale zu beordern.

 

Ausblick: Wenn der TSV nur nicht so wankelmütig in dieser Saison wäre, so könnte man am kommenden Sonntag durchaus einmal zuversichtlich nach Kirchenpingarten fahren. Zumal mit Christopher Uhlig, Roland Münch und Michael Back die zuletzt drei abwesenden Stammspieler in den Kader zurückkehren. „So gut wie lange nicht mehr“, umschreibt auch TSV-Coach Harreis die Personalsituation vor dem Auswärtsspiel und leitet daraus seine Zielsetzung ab. „Wir wollen dort unbedingt etwas reißen, um uns nach hinten abzusichern.“

Die Zweite bestreitet das Vorspiel um 13 Uhr, hat bei der zweiten Kirchenpingartener Elf aber eine hohe Hürde vor der Brust. Der SSV II feierte bislang drei Siege in drei Spielen.

JG / wum

 


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