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TSV bleibt vorne

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Geburt. Mit einem knappen 2:1 bei Kellerkind FC Schwarzach hat der TSV seinen Spitzenplatz in der A-Klasse IX verteidigt und sich damit zur Herbstmeisterschaft gezittert.

Es dauerte auch ein paar Minuten, ehe sich Spielertrainer Klaus Harreis über diesen Titel ohne Wert freuen konnte. Vielmehr war es Erleichterung denn echte Freude. Lange hatte er sich darüber ärgern müssen, dass seine Schützlinge nach gutem Beginn, das Spiel aus den Händen gaben. Bekanntlich nicht das erste Mal in dieser Saison. „Arroganz und Überheblichkeit“, hatte der 39-Jährige im Spiel seiner Elf ausgemacht, nachdem sie vielversprechend begonnen hatte, auf dem Schwarzacher Morast mit geradlinigem Spiel die heimische Hintermannschaft immer wieder aufgerissen hatte.

Des einen Freud…: Während die Bad Bernecker ihren Torschützen Tobias Neukam (Mitte) feierten, sahen die Schwarzacher ihre Felle davon schwimmen.

Je länger die gut vorgetragenen Angriffe nicht zum Erfolg führten – Völkl und Bahar vergaben mehrmals aussichtsreich -, desto größer wurde der Schlendrian. Man übertrieb fortan an das Einzelspiel und übertraf sich in schlampigen Abspielen. Das rief den spielerisch limitierten, aber ungemein laufstarken Gastgeber auf den Plan. Der kämpfte sich zurück in die Partie und ging mit seiner ersten nennenswerten Chance durch Kapitän Eisenhut in Front. Aus rund zehn Metern überwand er den chancenlosen Keeper Uhlig, nachdem es die Bad Bernecker Hintermannschaft verpasst hatte, das Leder aus der Gefahrenzone zu bugsieren.

Der TSV war geschockt und brauchte auch nach dem Seitenwechsel eine rund zehnminütige Anlaufphase, um ins Spiel zurückzukommen und sich das Zepter zurückzuerobern. Man tat dies mit großer Leidenschaft. Insbesondere Völkl sowie die beiden Neukam-Brüder glänzten mit großem Laufpensum, auch wenn nicht alles glückte. Und nun häuften sich auch die Chancen wieder. Insbesondere Volkan Bahar hätte schon viel früher ausgleichen müssen, so aber fiel der erlösende Ausgleich erst in der 67. Minute. Nach einem mustergültigen Diagonalpass hatte der Routinier am langen Pfosten keine Mühe.

Nun spielten nur noch die Kurstädter. Chance reihte sich an Chance, bis der Ball in der 77. Minute zu Tobias Neukam kam, der bis dato fleißig aber glücklos agiert hatte. Aus 14 Metern halbrechte Position nahm der Youngster Maß und versenkte das Leder mit einem fulminanten Schuss im rechten Torwinkel. Damit war der Käse aber keineswegs gegessen, denn Schwarzach bäumte sich noch einmal auf, zudem wurde die Partie immer nickeligger. Im Rücken des Schiedsrichters ereignete sich so manch „rotwürdige“ Szene. Und in den Schlussminuten wurde es auch noch einmal turbulent im Strafraum des TSV, doch mit Glück und Geschick brachte man das Ergebnis über die Zeit.

Fazit des Spiels: Auch wenn es nicht so aussah, in Schwarzach landete der TSV einen echten „Big Point“. Es ist nämlich durchaus anzunehmen, dass bei den Schützlingen von Trainer Wolfgang Weidner noch die eine oder andere Spitzenmannschaft Federn lässt. Der TSV siegte letztlich zwar verdient, aber doch auch glücklich gegen einen äußerst unbequemen Gegner. Beim TSV ragten die Neukam-Brüder sowie Völkl und Harreis heraus.


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