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TSV mit desolatem Auftakt

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Einen kapitalen Fehlstart in die zweite Saisonhälfte hat der TSV Bad Berneck hingelegt. Die Mannschaft von Trainer Toni Nüssel unterlag beim unteren Tabellennachbarn TSV Ködnitz mit 1:3 und geriet damit schon vorzeitig ins Hintertreffen gegenüber den Konkurrenten im Aufstiegsrennen.

War ebenso bedient wie die mitgereisten Bad Bernecker Zuschauer: TSV-Trainer Toni Nüssel.

Ohnehin sollte man das Wort Aufstieg im Lager des TSV nach dieser Vorstellung gar nicht mehr in den Mund nehmen, denn die Kurstädter hatten gegen spielerisch klar unterlegene Gegner eine über weite Strecken desolate Vorstellung geboten. Und da darf auch der kurzfristige Ausfall von Libero Christian Wagner (Hexenschuss) nicht als Ausrede dienen. Wenigstens hat Trainer Nüssel nun Klarheit. Er wusste ob der etwas holprigen Vorbereitung nicht so recht, „wo meine Mannschaft denn überhaupt steht“. Jetzt weiß er es: mitten drin im grauen Einerlei der A-Klasse X. Es war ein schlimmer Nachmittag, die wenigen mitgereisten Fans konnten einem nur leid tun.

Dabei hatte der TSV ganz gut begonnen. und 20 Minuten stand die Abwehr um Interims-Libero Roland Münch zwar sehr tief, aber sicher, man hatte die Ballhoheit und in der Offensive beschworen Volkan Bahar und Sergej Schuhmacher so manch gefährliche Situation herauf. Es lief eigentlich alles nach Plan, das Tor schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Mit zunehmender Spieldauer bekamen die Gastgeber aber immer mehr Oberwasser und als Bad Bernecks Mittelfeldakteur Stefan Hartmann an der Seitenlinie behandelt werden musste, schlugen sie zu. Verteidiger Güner kam einen Schritt zu spät und Klaus verwandelte gegen die Laufrichtung von Keeper Uhlig.

Erst mit dem Pausentee schien sich der TSV von diesem Schock erholt zu haben. Ab Wiederanpfiff wirkten die Gäste nun zwar bemüht, agierten aber zu pomadig und zu wenig druckvoll. So musste eine Einzelaktion her. Die kam in der 72. Minute von Schumacher, der sich im Strafraum gut in Szene setzte und ins lange Eck einschob. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer: Zwei Minuten später leisteten sich die Kurstädter einen verhängnisvollen Ballverlust im Spielaufbau und liefen den Ködnitzern so ins offene Messer. Erneut Klaus brachte seine Farben in Führung. Als nur wenige Minuten später wiederum Klaus nach einer Verkettung von Pleiten Pech und Pannen in der TSV-Defensive auf 3:1 erhöhte, war der Käse gegessen.

Fazit des Spiel: „Unterirdisch, tiefste C-Klasse“ – so urteilte einer der wenigen mitgereisten Bad Bernecker Zuschauer. Und in der Tat lässt sich die Vorstellung des TSV wohl damit am treffendsten zusammenfassen. Insbesondere im läuferischen Bereich lieferten die Schwarz-Weißen einen echten Offenbarungseid ab, wodurch auch ihre fußballerischen Vorteile überhaupt nicht zum Tragen kamen. Von der gezeigten Einstellung ganz zu schweigen. Anstatt sich mit Scham abzuwenden, suchten einzelne Akteure auch noch die Schuld bei ihren Mannschaftskameraden. Und so war manch internes Wortgefecht giftiger als die Gangart auf dem Rasen. Überhaupt erreichte in der TSV-Elf kein Akteur auch nur annähernd Normalform, was die Leistung des engagierten Gegners keinesfalls schmälern soll.


  1. schser says:

    Zitat: „Es lief eigentlich alles nach Plan, das Tor schien nur eine Frage der Zeit zu sein.“
    So schlecht war das nicht was die Mannschaft gezeigt hat, Sie waren zögerlich, sie hatten davor keinen Rasen betreten gehabt. Sie haben in der Vorbereitung nicht einmal mit Vollbesetzung bzw. Bestbesetzung gespielt. Da sind Unsicherheiten und Ähnliches klar.
    Nach dem 1:1 drängten Sie aufs 1:2 was Ihnen nur einen Konter einbrachte, doch Sie drängen dann wieder aufs 2:2, was Ihnen nur noch einen Konter einbrachte.
    Mein Fazit: Sie wollten, konnten es aber nicht besser zu diesem Zeitpunkt. Ich denke Sie steigern sich von Spiel zu Spiel, und finden zur alten Stärke zurück.

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