Abonnieren: Artikel | Kommentare

TSV souverän

0 Eintrag

Der TSV mischt weiter mit im Spitzenfeld der A-Klasse IX. Mit einem letztlich souveränen 3:1-Erfolg über den SV Hutschdorf, ebenfalls aufstiegsambitioniert und Tabellenzweiter der Vorsaison, verbesserte sich die Harreis-Elf auf Platz sechs der aktuellen Tabelle.

Kaum ein Durchkommen gab es für die Hutschdorfer - dank der aufmerksamen TSV-Verteidigung.

Auch wenn es das Ergebnis nicht so direkt widerspiegelte, so war der Erfolg doch kaum gefährdet. „Mehr als verdient“, nannte ihn Spielertrainer Klaus Harreis, der aber auch die Defizite seiner Schützlinge klar ansprach: „Wir müssen den Sack einfach viel früher zu machen. Wir brauchen zu viele Chancen. Genau das ist auch unser Problem momentan“.

Wie gut, dass er da einen alten Haudegen wie Volkan Bahar in seinen Reihen hatte. Der 34-Jährige war nur selten zu sehen, aber in zwei entscheidenden Momenten war er zur Stelle: einmal in der 39. Minute, mustergültig bedient von Timo Neukam, der sich über rechts durchgesetzt hatte, und einmal in der 54. Minute mit einem Freistoßschlenzer aus 18 Metern. Kein Frage, Volkan Bahar war an diesem Nachmittag die personifizierte Effizienz. Er lieferte seinen ausnahmslos wesentlich jüngeren Offensivpartnern eine eindrucksvolle Lehrstunde an Kaltschnäuzigkeit. Da wo Schumacher, Tobias Neukam und Maximilian Völkl reihenweise die Nerven versagten, war der Torjäger zur Stelle: vor dem Tor.

Nicht dass die drei Genannten ein schlechtes Spiel abgelieferten hätten. Im Gegenteil: Mit großer Laufarbeit und noch größerer Spielfreude stürzten sie die hölzerne Hutschdorfer Hintermannschaft von einer Verlegenheit in die nächste, doch die Krönung blieb aus. Freilich versuchten sie es immer wieder, ließen sich auch durch den zwischenzeitlichen überraschenden 1:1 Ausgleich nicht beirren – der starke Kornitzky (40.) traf nach einem Harreis-Fehler aus 25 Metern in den Torwinkel – und machten weiter Druck.

Dennoch wirkte das frühe 2:1 in Halbzeit zwei wie eine Erlösung. Die Gäste warfen zwar ab Mitte der zweiten Hälfte noch einmal alles nach vorne, brachte aber das TSV-Gehäuse nur selten in Gefahr. Die wohl beste Chance vergab SV-Spielertrainer Zink mit einem Fallrückzieher, der aus acht Metern knapp am rechten Pfosten vorbeistrich. Ungleich gefährlicher aber waren die Konter des TSV. In der 70. Minute hätte Maximilian Völkl den Sack schon zu machen müssen, er vertändelte aber aus aussichtsreicher Position. So wurden die knapp 100 Zuschauer noch einmal auf die Folter gespannt, ehe Sergej Schumacher den Sack nach einem Alleingang endgültig zumachte.

Fazit des Spiels: Der TSV konnte sich glücklich schätzen, Volkan Bahar in seinen Reihen zu haben. Wenigstens er schlug aus den vielen hochkarätigen Chancen Kapital. Ansonsten muss sich die Kurstädter Elf die Kritik gefallen lassen, wieder einmal zu wenig aus ihren Chancen gemacht zu haben. Gegen die zwar tapfer kämpfenden, aber dennoch biederen Gäste wäre ein wesentlich höherer Sieg möglich gewesen. Beste beim TSV waren Schumacher, Timo Neukam und natürlich Bahar. Eine fehlerfreie Partie lieferte auch Youngster Florian Kruhme auf der Verteidigerposition ab.


Kommentar dazu schreiben:

Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu schreiben.