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TSV weiter im Rennen

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Und plötzlich hat es der TSV doch wieder selbst in der Hand. Fraglos hatte das letzte Spiel des TSV vor der Winterpause Endspielcharakter. Es galt zu klären, ob die Bad Bernecker Elf in der zweiten Halbserie noch einmal würde mitmischen können um Platz zwei oder ob dieser Aufstiegsrang schon in unerreichbarer Ferne liegen würde. Um es kurz zu machen: Der letzte A-Klassen-Spieltag wurde zum vorzeitigen Weihnachtsgeschenk für Trainer Toni Nüssel und seine Mannen. Sie bezwangen die SpVgg Windischenhaig mit 2:0 und profitierten zudem von Punkteinbußen der Konkurrenz.

Wenigstens der Einsatz stimmte: TSV-Stürmer Markus Betzler (am Boden) bleibt hier allerdings zweiter Sieger.

Wenigstens der Einsatz stimmte: TSV-Stürmer Markus Betzler (am Boden) bleibt hier allerdings zweiter Sieger.

So kam der Tabellenzweite SV Lanzendorf nicht über ein 0:0 beim FC Neuenmarkt II hinaus. Der SV Hutschdorf und der TSV Ködnitz, zwei weitere direkte Konkurrenten, trennten sich 3:3-Unentschieden. Spätestens als die Ergebnisse der anderen Begegnungen eingetroffen waren, war das eigene äußerst durchwachsene Spiel vergessen.

Freilich hatte man gegen Windischenhaig gewonnen und gegen eine erwiesenermaßen starke Offensive kein Gegentor kassiert, etwas für Fußballästheten war diese Begegnung nicht gewesen. „Ein echter Grottenkick“, urteilte TSV-Mittelfeldakteur Daniel Resch und Trainer Toni Nüssel ergänzte: „Besonders in der zweiten Halbzeit hatte das mit Fußball nichts zu tun“. In der Tat war der TSV letztlich der Einäugige unter den Blinden. Er glänzte mit Effizienz, schlug aus den wenigen sich bietenden Chancen Kapital und verteidigte das eigene Tor mit großer Leidenschaft, einem bestens aufgelegten Keeper Uhlig und auch einer guten Portion Glück.

Gerade in der ersten Hälfte war Windischenhaig, das zwar recht hausbacken wirkte, aber mit Sharif und Shardasz zwei enorm beweglich und brandgefährliche Spitzen hatte, klar überlegen. Angriff um Angriff rollte auf das TSV-Gehäuse, nicht selten brannte es lichterloh. Die Bad Bernecker brachten in der Offensive nicht viel auf die Beine, da Betzler und Daniel Resch, die zwei nominellen Spitzen, fast komplett in der Luft hingen. Das 0:0 zur Pause war fraglos schmeichelhaft.

Erst nach dem Seitenwechsel übernahm der TSV die Initiative, rückte nun schneller nach und startete einige brandgefährliche Konter in die sich zunehmend auflösenden Reihen der SpVgg hinein. Ein weiterer Pluspunkt: Der gefährliche Sharif war ins Mittelfeld zurückbeordert worden. So war die Führung, die der bis dahin glücklose Betzler (56.) nach sehenswertem Alleingang und mittels eines trockenen Linksschusses besorgte, durchaus folgerichtig. Doch damit war es schon wieder geschehen um das Bad Bernecker Offensivspiel. Mit zunehmender Spieldauer wurde die Partie zur Abwehrschlacht. Hartmann klärte einmal mit dem Kopf, Libero Wagner rettete auf der Linie und Keeper Uhlig hechtete durch den Fünfmeterraum. Letztlich mit Erfolg. In der hektischen Schlussphase versetzte der eingewechselte Bahar den Gästen nach herrlicher Vorarbeit von Tobias Resch den endgültigen K.o..

Fazit des Spiels: Schön war das Spiel nicht und das Ergebnis schmeichelhaft. Spielerisch, so wurde einmal mehr deutlich, sind die Mittel des TSV begrenzt, vor allem dann, wenn die Jugendspieler nicht mit von der Partie sind. Imponierend waren aber dennoch der Einsatz und das mannschaftliche Kollektiv, aus dem Keeper Uhlig und Tobias Resch herausragten.

Stefan Wolfrum


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