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Vandalen hausten am Buswartehäuschen

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Beschädigte Sanitäranlagen, kaputte Scheiben, Schmierereien, Müllablagerungen. Das Buswartehäuschen am ehemaligen Bahnhofsgelände ist und bleibt der beliebteste städtische Tummelplatz für Vandalen.

Hatte sich das Szenario zeitweise in den Dendrologischen Garten, auf das TSV-Sportgelände, den Skaterplatz oder in die Unterführung an der B303 nahe der Schule verlagert, feierten die Chaoten kürzlich wieder ein wenig ruhmreiches Comeback im Umfeld des Buswartehäuschens. Nachdem in der Nacht des 31. Oktober die Fensterscheiben der Herren- und Damen-Toiletten eingeschlagen worden waren, musste am Nachmittag des 10. November die benachbarte Telefonzelle herhalten. Auch hier zertrümmerten die Vandalen die Scheibe.

Hier wüteten die Vandalen kürzlich. Überhaupt handelt es sich bei dem Buswartehäuschen um eines der Lieblingsobjekte der Zerstörungswütigen. Die Schäden bewegen sich auch in diesem Jahr im vierstelligen Euro-Bereich

Hier wüteten die Vandalen kürzlich. Überhaupt handelt es sich bei dem Buswartehäuschen um eines der Lieblingsobjekte der Zerstörungswütigen. Die Schäden bewegen sich auch in diesem Jahr im vierstelligen Euro-Bereich

Die Stadt reagiert darauf, indem sie erstmals eine Belohnung von 100 Euro auf Hinweise aussetzt, die zur Ergreifung der Täter führen. Ohne jemanden vorzuverurteilen, so darf man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es sich bei den Übeltätern um die Jugendlichen handelt, die immer wieder negativ in Erscheinung getreten sind und für die Stadt, und insbesondere Jugendreferent Wolfgang Kruhme, so große Anstrengungen unternimmt, um ihnen eine warme Bleibe zu verschaffen (siehe dazu extra Bericht). Verständlich, dass sich da bei dem ein oder anderen Bürger die Nackenhaare aufstellen. Diese Jugendlichen sollen den Betrieb ihres Domizils eigen- und alleinverantwortlich in die Hand nehmen? Man möchte sich so gerne eines Besseren belehren lassen.

Aber zurück zu den jüngsten Beschädigungen. Die sind auch für Manfred Neuner vom städtischen Ordnungsamt nur ein weiterer Punkt einer ellenlangen Schadensliste der Tätergruppe, die man zwar im Auge habe, der man aber konkret nur im Falle einer stichhaltigen Zeugenaussage habhaft werden könnte. Alleine im Umfeld der Bushaltestelle am Ortseingang sind die verursachten Schäden beträchtlich. Seit 2006 mussten aufgrund von Vandalismus rund 2.400 Euro in das Toilettenhäuschen für die Behebungen der Sachbeschädigungen investiert werden. Der erhebliche Arbeitsaufwand des Bauhofs für Reparatur- und die teils schwierigen Reinigungsarbeiten sind da noch nicht mit eingerechnet. Und auch in diesem Jahr steuert man auf eine ähnliche Bilanz zu. Nicht nur weil die Weihnachtszeit naht, darf man hoffen, dass die Vandalen zur Besinnung kommen – oder noch besser: endlich gefasst werden und für den verursachten Schaden zur Rechenschaft gezogen werden.

Stefan Wolfrum


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