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Veitshöchheim in den Schatten gestellt

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Bis auf den letzten Platz war am Freitag die Himmelkroner Begegnungsstätte anlässlich des Pfarrfaschings der katholischen Pfarrgemeinde Bad Berneck-Himmelkron gefüllt. Jung und Alt vergnügten sich bei einem sehr kurzweiligen Programm, das mit vielen Höhepunkten glänzte. Schon der erste Vortrag bestach durch Witz und spitze Anspielungen auf das Kirchenleben im Seelsorgebereich.

Ein Conferencier, der direkt vom Ballermann eingeflogen worden war, führte gekonnt durch das Programm. Mit lauten Zwischenrufen errang er immer wieder die Aufmerksamkeit der zahlreichen Gäste, die alle kostümiert erschienen waren.

Welche Fähigkeiten eine Pfarrhaushälterin mitbringen muss, wurde in der Sondersendung „Herzblatt“ überdeutlich.

Mit „Heaven is a wonderful place“ zog der örtliche Kirchenchor ein. Ein umgedichtetes, afrikanisches Halleluja und der Klassiker „Ich wollt, ich wär ein Huhn“ folgten. Damit bewies der Chor, dass er auch lustige Lieder auf hohem Niveau vortragen kann. Ein weiterer Höhepunkt wurde mit der Tanzeinlage des Ludwigschorgaster Pfarrgemeinderats geboten. Aufgrund der hervorragenden Musikauswahl und der perfekt einstudierten Choreografie forderten die frenetisch jubelnden Zuschauer Zugaben. Allerdings müssen die Ludwigschorgaster für das nächste Jahr noch etwas an ihrer Kondition arbeiten – der ein oder andere schnappte nach der Darbietung doch heftig nach Luft.

Der große Schlumpf aus Schlumpfhausen musste dann feststellen, dass Kirchenlieder wohl „leichter“ zu singen sind als Stimmungslieder. Hier konnte aus künstlerischer Sicht lediglich der Mann am Akkordeon überzeugen.

Ein Harlekin beschäftigte sich anschließend mit dem Wesen Mensch, dessen Bauchnabel oft ein Loch ist, in dem sich viel Dreck sammelt, und an dessen Ende zwei Schweißfüße baumelten. Hier erkannten sich viele Narren wieder.

Dass sich ein halbstarker, vielleicht auch krimineller Jugendlicher, allerdings auf die „fette und krasse Party“ verirrte, sollte beim nächsten Mal der „Hikiori“ (Himmelkroner Kirchenoberaufseher) verhindern. Aber was der Jugendliche über die hauptamtlichen Kirchenvertreter zu sagen hatte, stellte selbst die schärfste Veitshöchheimer Büttenrede in den Schatten.

Welche Fähigkeiten eine Pfarrhaushälterin mitbringen muss, wurde in der Sondersendung „Herzblatt“ überdeutlich. Dem Kandidaten – es war Pfarrer Bartholomäus – war aber die aufreizende Cindy wohl zu gefährlich, so dass er auch in Zukunft seine Klöße lieber selber kochen möchte.

Mit viel Musik, die alle Generationen zum Tanzen einlud, ging ein wunderschöner Abend zu Ende und man kann sich nur wünschen, dass nächstes Jahr alle wiederkommen.

Daniel Bitterwolf


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