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Vor 25 Jahren: Verheugen besucht Bad Berneck

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Das klingt ja richtig hoffnungsvoll: In Bad Berneck könnte es eine Drei-Länder-Konferenz zu Umweltfragen geben. Dies wurde zumindest bei einem Besuch des Kulmbacher SPD-Bundestagsabgeordneten Günter Verheugen im Rathaus angedeutet. Dem Bundespolitiker wurden zunächst im Beisein des Bürgermeisters und der drei Fraktionsvorsitzenden die drängenden Probleme der Stadt mitgeteilt: Ausbau und Finanzierung der Ortsdurchfahrt, Ausfälle bei der Gewerbesteuer sowie zu geringe Zuweisungen für die immer teurer werdende Schülerbeförderung. Verheugen, der spätere EU-Kommissar, sprach eher internationale Probleme an. Wobei die

Antrittsbesuch des Kulmbacher SPD-Bundestagsabgeordneten Günter Verheugen im Bad Bernecker Rathaus, von links: Rudolf Röder (FWG), Alfred Hoppert (SPD), Bürgermeister Hans Wirth, Günter Verheugen und Manfred Nüssel (CSU).

Umweltprobleme ganz oben auf seiner Liste standen. Er trat dafür ein, dass sich bei der Luftverschmutzung nicht die Bundesrepublik, die DDR und die Tschechoslowakei gegenseitig den Schwarzen Peter zuschöben. Vielmehr müsse man alles daran setzen, der Umweltbelastung ein gemeinsames Konzept entgegenzusetzen. Dass dies dringend nötig sei, zeige die Tatsache, dass die Industriegebiete in Oberschlesien und Westböhmen die am schlimmsten geschädigten Gebiete in der ganzen Welt seien.

Günter Verheugen setzte sich im Bad Bernecker Rathaus sowohl für gemeinsame Expertengespräche als auch für politische Konferenzen der drei Länder ein. „Und diese könnten durchaus auch in Bad Berneck stattfinden, zumal der tschechoslowakische Außenminister Bohuslav Chnoupek schon mehrmals in Bad Berneck gewesen ist.“ Eine derartige Konferenz wäre in der Tat eine immense Aufwertung für die Stadt gewesen – aber es blieb beim Gerede; in Bad Berneck hat sich offensichtlich niemand mit aller Energie um derlei Zusammenkünfte bemüht.


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