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Warmeleite bekommt Umgehung

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Vorerst wird’s noch nichts mit der Sanierung der Warmeleite. Denn es bleibt dabei, dass erst nach Vorliegen eines genehmigten Haushalts eine Ausschreibung erfolgen darf. Doch zumindest wird nun die nötige Umleitung über den Kutscherrangen installiert.

Die Sanierung der Warmeleite muss noch warten. Wegen der derzeitigen Tonnagebeschränkung kommt jedoch der Ausbau der Umfahrungsmöglichkeit.

Erster Bürgermeister Jürgen Zinnert hatte das Thema in der jüngsten Sitzung des Stadtrates aufgegriffen, nachdem es ihm zwischenzeitlich gelungen war, Landrat Hermann Hübner für die Angelegenheit zu gewinnen. Der Landrat hatte sich bei einem Ortstermin mit Feuerwehr und Rettungsdienst selbst ein Bild von der Lage verschafft.

Das Ergebnis: Der Landrat hält die Arbeiten für unausweichlich. Um den dort vorhandenen Bauinteressenten zu einer Genehmigung ihres Vorhabens verhelfen zu können, schlägt der Landrat vor, den Bau der Umleitungsstrecke vorzuziehen. Damit könnte die Wegestrecke als Zufahrt für das Baugrundstück genutzt werden. Spätestens mit dem Bauarbeiten zur Sicherung der Böschung müsse schließlich eine Umleitungsstrecke vorhanden sein. Der Landrat hatte auch eine Genehmigung für den Ausbau der Umleitungsstrecke in Aussicht gestellt.

Inzwischen liegen Planungen für die Stützmauer genauso vor wie für die Umleitungsstrecke. Für Letztere werden Kosten von 25.000 Euro fällig. Die Einrichtung einer Umgehung ist unausweichlich, da für die Bauarbeiten vier Monate zu veranschlagen sind.

Auch wurde inzwischen der Kanal auf 80 Meter Länge mit einer Kamera befahren. Wenigstens hier gibt es Entwarnung, denn Fremdwasserzulauf wurde nicht festgestellt und der Zustand als gut bis sehr gut bewertet.

Zur Frage, ob für die Arbeiten ein Erschließungsbeitrag erhoben werden kann, wurde inzwischen das Landratsamt gehört. Demnach ist die Stützmauer allein nicht abrechenbar. Allerdings wird von Seiten des Landratsamtes ein Vollausbau für notwendig erachtet.

Das Landratsamt schlägt deshalb vor, den gesamten Straßenabschnitt bis zum Wendehammer endgültig herzustellen und dann dafür auch Beiträge zu erheben. Dann hätte die Stadt 10 Prozent der anfallenden Kosten zu tragen und der Rest würde auf die Anlieger, zu denen übrigens auch Bürgermeister Jürgen Zinnert selbst gehört, umgelegt.  Alternativ könnte aber die Straße auch nur im abrutschgefährdeten Bereich ausgebaut und die Maßnahme als Vorausleistung mit den Eigentümern abgerechnet werden.

Allerdings ist nach Aussage des Landratsamtes bislang noch überhaupt nicht klar, was sich die Stadt in diesem Jahr wird leisten können. Die Themen Abwasser und Feuerwehr haben absoluten Vorrang. Ob darüber hinaus überhaupt noch weitere Maßnahmen möglich sind, möchte das Landratsamt erst bewerten, wenn Informationen über die Haushaltsplanung vorliegen. Konkret wird eine Auftragserteilung erst möglich, wenn der Haushalt 2011 beschlossen und auch genehmigt ist. Zinnert erinnerte daran, dass die Genehmigung des Haushaltes im Jahr 2010 erst im Dezember erfolgt war.

„Ich möchte warnend den Finger heben“, nutzte Zinnert die Gelegenheit, alle Bauherren daran zu erinnern, solange abzuwarten, bis über einen Bauantrag entschieden wurde. Denn in diesem Falle stecken die Bauherren in dem Dilemma, schon Verträge abgeschlossen zu haben.

Stefan Ströhlein, vom mit den Planungen befassten Ingenieurbüro, ergänzte Details der vorliegenden Planung für die Umleitungsstraße. Für einen 25 Zentimeter starken Aufbau würden 300 bis 350 Kubikmeter Schotter nötig.

Nach den Fakten ergaben sich seitens der Stadträte einige Fragen. Da die Umfahrungsstrecke eher als Baubehelf zu sehen sei, werde durch das Schneeräumen den Winter über die Strecke schon angegriffen, wie Hans Kreutzer erfuhr. Die Kosten enthalten auch Ausweichstellen, was Raimund Michel wissen wollte. Wegen diesen seien auch noch Verhandlungen mit Anliegern nötig, wie Bürgermeister Zinnert ergänzte. Udo Sauerstein regte auch an, wegen des Baustellenverkehrs eine Absprache mit den Bauherren zu treffen, die das Herrichten des Weges beinhalte, sollte dieser durch Baustellenverkehr in Mitleidenschaft gezogen werden.

So stimmte der Stadtrat dem Ausbau einer Umleitungsstrecke zu und beschloss die Mittel von rund 20.000 bis 25.000 im Haushalt bereitzustellen und die Verwaltung zur Auftragsvergabe an die günstigste Firma zu ermächtigen. Das Ganze natürlich noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Landratsamtes. Über den Bau der notwendigen Stützmauer einschließlich des Straßenausbaus wird dann erst im Rahmen der Haushaltsberatungen entschieden.

Von Harald Judas

 


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