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Wehr bleibt einsatzfähig

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Nach dem Brand in ihrem Gerätehaus hatte die Bad Bernecker Feuerwehr zwischenzeitlich schon mehrfach Gelegenheit, ihre Einsatzbereitschaft zu demonstrieren. Und auch die letzten Hochwassereinsätze vom Wochenende im Heinersreuther Weg und am Galgenberg haben gezeigt, dass sich niemand um die Sicherheit in der Kurstadt sorgen muss. Auch wenn es nach Einschätzung von Kommandant Wolfgang Maisel durchaus noch bis Ende des Jahres dauern kann, bis alles ersetzt ist.

Der Kommandant der FF Bad Berneck, Wolfgang Maisel, konnte sein Büro bereits wieder beziehen.

Derzeit haben sich die Bad Bernecker Floriansjünger in der Fabrikhalle des ehemaligen Werks III bei Popp & Co. ein Ausweichquartier eingerichtet. Dort sind die immer noch verrußten eigenen Fahrzeuge sowie drei derzeit ausgeliehene Ersatzeinsatzfahrzeuge untergebracht. Die Wehren aus Weidenberg und Waischenfeld hatten neben anderen ihre Unterstützung angeboten. Ein Löschfahrzeug und ein Tanklöschfahrzeug von der Feuerwehr Weidenberg sowie ein Mehrzweckfahrzeug der Feuerwehr Waischenfeld stellen nun derzeit die Einsatzbereitschaft sicher.

Zwar sind die Fahrzeuge bis zu 35 Jahre alt, haben aber zumindest eine nötige Grundausstattung an Bord. Außerdem haben die Wehren Gefrees, Weidenberg und Goldkronach Schutzkleidung zur Verfügung gestellt. Zumindest für 25 Mann, was meist auch ausreicht. Die Feuerwehrfamilie hält in der Not zusammen.

Ein Problem hat die Wehr allerdings, wie die letzten Hochwassereinsätze auch zeigten. Die Kleidung trocknet in der neuen Bleibe schlecht ab. Doch die Aktiven müssen damit erst einmal zurechtkommen.

Bei der zügigen Übersiedlung ins Übergangsdomizil kam der Feuerwehr zugute, dass aufgrund der Feiertage viele Kameraden zur Verfügung standen. Allerdings ergaben sich an anderer Stelle aus dem gleichen Grund auch zusätzliche Verzögerungen: Weil Sachbearbeiter bei Versicherungen und Behörden ebenfalls im Urlaub weilten. Und übrigens auch Firmen. So kam bislang nur ein Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen in die Kurstadt, um ein Angebot zu erstellen. Denn man hat schon damit angefangen, sich über Ersatzbeschaffungen zu informieren. Doch da europaweit ausgeschrieben werden muss, wird es sich wohl bis Jahresende hinziehen, bis alles tatsächlich ersetzt ist. „Jetzt müssen wir Angebote einholen“, gibt Wolfgang Maisel einen Einblick in das weitere Vorgehen. „Wir müssen bei null anfangen.“ Hosen, Schutzkleidung, Helme, Spinde. Vieles müsse neu beschafft werden. Nicht einmal Fahrtenbücher oder aktuelle Einsatzpläne seien mehr brauchbar. Von letzteren seien zwar Kopien in den einzelnen Objekten, jedoch ohne Aktualisierungen. Was den Fuhrpark betrifft, müsse ein Fahrzeug zu 100 Prozent ersetzt werden, wahrscheinlich auch zwei andere. Gutachter waren inzwischen vor Ort. Die Versicherung ersetzt hier den Zeitwert. Noch nicht geklärt ist hingegen der Umfang der nötigen Sanierungsmaßnahmen am Feuerwehrhaus selbst. Die Versicherung kommt hier nochmal. „Wahrscheinlich muss die Decke runter“, so Maisel, „weil Risse aufgetreten sind“. Bereits gereinigt wurde der Unterrichtsraum – ebenfalls durch die Spezialfirma. Und auch das Kommandantenzimmer ist bereits wieder bezogen.

In den ersten Tagen des Jahres im Dauereinsatz war auch bereits eine Brandsanierungsfirma aus Nürnberg. Als erstes hatten die Experten den giftigen Ruß abgesaugt und mit der Reinigung begonnen. Sämtliche Geräte wurden dazu in Nürnberg gesäubert. Wolfgang Maisel schätzt, dass in acht bis zehn Tagen ein Teil der Ausrüstung wieder zur Verfügung steht. „Alles, was halbwegs zu reinigen geht.“

MEHR DAZU IN DER AUSGABE 02/11 DES STADTANZEIGERS.


  1. Ausgewanderter says:

    Servus,
    ist zu der Wiederinstandsetzung des Gebäudes der Bernecker Feuerwehr auch der Einbau einer Sprinkleranlage geplant??

    Macht’s gut Ade

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