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Welcher Gigant siedelt sich in Himmelkron an?

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Schon im November hat der Gemeinderat Himmelkron die Absicht bekundet, den Flächennutzungsplan für die Grundstücke nördlich der Bundesstraße 303 – zwischen der alten Autobahntrasse und der jetzigen A 9-  zu ändern. Die Art der baulichen Nutzung soll von „gewerblicher Baufläche“ in „Sondergebiet für Einkaufszentren und großflächige Handelsbetriebe“ umgewidmet werden. Mit im Boot hierbei die Stadt Bad Berneck, die das Vorhaben unterstützt.

Links die A 9, rechts die ehemalige Autobahntrasse. Auf dieser Fläche soll ein „Sondergebiet für Einkaufszentren und großflächige Handelsbetriebe“ entstehen.

Sowohl im Stadtrat Bad Berneck wie auch im Gemeinderat Himmelkron stand das Vorhaben zwischenzeitlich wieder auf der Tagesordnung. Während der Bad Bernecker Stadtrat in der vergangenen Sitzung nichtöffentlich seine grundsätzliche Bereitschaft zur Realisierung des Projekts beschlossen hat, hat der Himmelkroner Gemeinderat die Flächennutzungsplanänderung endgültig auf den Weg gebracht.

Der Begründung für die laufende Flächennutzungsplanänderung kann nur entnommen werden, dass das Sondergebiet für „Möbelhaus, Baumarkt und Einzelhandel“ vorgesehen ist. Schon seit Wochen wird deshalb naturgemäß spekuliert, welches Unternehmen die Absicht einer Ansiedlung haben könnte. Gerüchteweise hieß es in Himmelkron bislang, die Handelskette Globus, unter anderem in Plauen-Weischlitz, Forchheim und Schwandorf ansässig, wäre interessiert. Auf Nachfrage des Stadtanzeigers kam durch die Pressesprecherin der Globus SB-Warenhaus Holding Uta Lipinski hier jedoch die klare Aussage, dass der Standort Himmelkron ihrem Unternehmen zwar angeboten worden war, inzwischen jedoch nicht weiterverfolgt werde.

Und auch bei IKEA, in der Vergangenheit schon hin und wieder Gegenstand von Spekulationen, besteht nach Aussage von Simone Settergren, in der IKEA-Pressestelle für Expansions-PR zuständig, definitiv kein Interesse an einer Ansiedlung.

Von offizieller Seite hält man sich indes weiter bedeckt. Himmelkrons Bürgermeister Gerhard Schneider ist noch nicht zu einer konkreten Aussage zu bewegen, um nichts zu zerreden, wie er erklärt. Er betont aber, dass es sich um ein gemeinsames Vorhaben handelt und es um ein paar Hundert Arbeitsplätze gehe. Offizielle Informationen stellte er allerdings erst nach dem Aufstellungsprozess und der nachfolgenden Behördenbeteiligung in Aussicht. Vorerst bleibt es also spannend.

Von Harald Judas


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