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Wiedergutmachung Teil eins geglückt

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Der TSV Bad Berneck hat angedeutet, dass der peinliche Auftritt vor Wochenfrist im Derby beim SV Röhrenhof wohl doch nur ein Ausrutscher war. Eine Woche nach dem blutleeren 0:2 bei den Rot-Weißen leisteten die Bad Bernecker einen ersten großen Teil Wiedergutmachung und besiegten den Sportring aus Bayreuth souverän mit 3:0. Die Harreis-Elf reihte sich damit in die breite Gruppe der Verfolger des verlustpunktfreien Spitzenduos aus Weidenberg und Lindenhardt ein.

Die kalte Dusche (formvollendet von Reinhard Neukam, links) gab es diesmal erst nach dem Spiel, sie war aber auch bitter nötig gewesen. Und verdient obendrein: Der TSV betrieb mit einer engagierten Vorstellung bei subtropischen Temperaturen auch Wiedergutmachung für die 0:2-Pleite in Röhrenhof.

Sicherlich wird es noch ein bisschen dauern, bis all die Fans versöhnt sind, die den lustlosen Derbyauftritt beim SVR live miterlebt hatten, ein Anfang aber wurde am vergangenen Sonntag gemacht. Gegen den Sportring gingen die Mannen von Klaus Harreis ungeachtet der tropischen Temperaturen von Beginn an  hohes Tempo, waren bissig in den Zweikämpfen und agierten konzentriert in der Defensive. Kurz und knapp: Die Schwarz-Weißen zeigten all die Tugenden, die sie am Vorwochenende hatten vermissen lassen.

Allerdings entspann sich gegen den ebenfalls sehr aggressiven Gast aus Bayreuth eher ein hitziges Gefecht im Mittelfeld, Torszenen blieben hüben wie drüben Mangelware. Wenn überhaupt einmal Torgefahr aufblitze, dann resultierte die aus einem Fehler in der jeweiligen Hintermannschaft. Aber die gab es kaum. Während beim Gast Libero Dogan Akbulut mit exzellentem Stellungsspiel glänzte, hatte auch die TSV-Abwehr um seinen auf die Libero-Position gerückten Spielertrainer Klaus Harreis nahezu alles im Griff. Die gefährlichste Aktion der Gäste ging in der 23. Minute auf das Konto von Daryl Mackall, der der aufmerksamen Bad Bernecker Hintermannschaft einmal entwischt war.

Ansonsten sorgten diverse Nickeligkeiten, hauptsächlich ausgehend von Sportring-Routinier Constantin Lungu und Bad Bernecks Aggressive Leader“ zurückgekehrtem Timo Neukam für Aufregung.

Sehenswert sportlich wurde es erst wieder kurz vor dem Halbzeitpfiff. Es waren zwei sehenswerte Einzelaktionen, die den TSV binnen 120 Sekunden auf die Siegerstraße einbiegen ließen. Erst setzte sich Maximilian Völkl gegen drei Abwehrspieler herrlich in Szene, bediente am Fünfmeterraum den freistehend Philipp Hörath, der den Ball über die Linie bugsierte. Dann erhöhte Tobias Neukam mit einem trockenen Flachschuss ins kurze Eck auf 2:0, damit war so etwas wie eine Vorentscheidung gefallen.

In Halbzeit zwei ließen die Kurstädter nichts mehr anbrennen. Der Gast versuchte zwar noch einmal alles, schoss dabei aber in punkto Zweikampfhärte oft über das Ziel hinaus. Ungeachtet dessen stand Bad Berneck in der Defensive sehr gut und startete den einen oder anderen gefährlichen Konter, wobei der eingewechselte Sergej Schumacher in der 75. Minute nur den Pfosten traf. Erst in den Schlussminuten machte Völkl nach sehenswerter Kombination über Andre Russ und Tobias Neukam den Sack zu.

Fazit des Spiels: Das Ergebnis täuscht etwas: Der TSV hatte gegen die aggressiven Gäste fast über die gesamte Distanz Schwerstarbeit zu leisten. Dennoch war der Sieg verdient. Schlüssel war diesmal eine erstklassige Defensivleistung, die federführend auf das Konto Harreis, Back, Timo Neukam und Reichel ging. In der Offensive gab die größere individuelle Klasse den Ausschlag.

 


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