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Wohnheim in der Westendstraße geplant

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Auf einem Bauplatz an der Stichstraße Westendstraße soll ein Wohnheim des Diakonischen Werks mit insgesamt 24 Plätzen entstehen. Um dem Stadtrat und der Öffentlichkeit die Planungen vorzustellen, waren für das Diakonische Werk Armin Wissel, der Leiter der Himmelkroner Heime, sowie Architekt Josef Haas eingeladen.

Architekt Josef Haas (stehend) und Armin Wissel von den Himmelkroner Heimen stellten dem Stadtrat die Planungen für ein Wohnheim in der Westendstraße vor.

Erster Bürgermeister Jürgen Zinnert schickte dem Vortrag voraus, dass das Diakonische Werk vor etwa eineinhalb Jahren mit dem Projektwunsch auf die Stadt zugegangen war. Man habe sich dann auf die Suche nach geeigneten Flächen gemacht und freue sich, dass nun eine Bauvoranfrage für einen der vorgeschlagenen Standorte vorliege und zwar am Ende der Stichstraße in der Westendstraße, gegenüber dem Malerbetrieb Netsch.

Architekt Haas betonte zu dem Vorhaben, dass das gewählte Grundstück das optimale wäre, wobei mehrere Teilflächen zu erwerben seien. An die Anlieger gerichtet, versprach er ihnen die Planung vorzulegen und deren Zustimmung einzuholen. Geplant werde ein Wohnheim für Menschen mit Behinderung. Dort soll en 24 Personen in zwei oder auch vier Gruppen untergebracht werden. „Das Wohnheim sei eigentlich mehr als Wohnhaus ausgelegt, erklärte der Architekt weiter. Den Insassen werde so einerseits Betreuung und Pflege zukommen, andererseits wird es ihnen aber auch möglich, am normalen städtischen Alltagsleben teilzuhaben. Geplant werde ein zweigeschossiges Gebäude. Der Flächennutzungsplan weise an der Stelle ein eingeschränktes Gewerbegebiet aus, was ein Wohnheim ermöglicht. Das Planungsrecht sei damit gesichert.

Der Bau soll sich an die Nachbarbebauung angliedern, in zwei Geschossen mit flach geneigtem Dach. Um für einen angenehmen Aufenthalt der Bewohner zu sorgen, werde mit Treppen und Terrassen gearbeitet. Das Umfeld werde gärtnerisch gestaltet. Die gesamte Planung sei bereits mit den Fachstellen am Landratsamt abgesprochen und die Erschließung sei letztendlich über die Westendstraße gesichert.

Armin Wissel, der Leiter der Himmelkroner Heime, fügte an, dass die Gründung von Außenwohngruppen in Himmelkron großes Thema war. Dabei gehe es insgesamt nur um ein Drittel der Wohnplätze, die auf verschiedene Standorte aufgeteilt werden sollen. Ein erster Schritt wurde in Neuenmarkt gegangen. Dort laufe inzwischen die Ausschreibung des Baus. In Bad Berneck wolle man nun ein zweites Gebäude bauen. Insgesamt bedeute das Vorhaben allerdings eine Verlagerung von Wohn- und Arbeitsplätzen, keine Neuschaffung. „Uns ist Integration ganz wichtig“, betonte Wissel mit Blick auf die Hintergründe des Vorhabens. Nur durch Kontakte von Mensch zu Mensch könne die Integration gelingen.

Erster Bürgermeister Jürgen Zinnert ergänzte, dass durch den Neubau eine Baulücke geschlossen werden könne und Wohnraum geschaffen werde. Bis zu 20 Personen bietet sich eine Arbeitsstätte Außerdem werde Bad Berneck seiner Aufgabe gerecht, für die Integration Behinderter einzutreten.

Nachfolgend wurde der Antrag durch alle Fraktionen positiv bewertet. „Ich glaube, dass das zum Entwicklungskonzept von Berneck ganz gut passt“, befand Joachim Beth. Markus Scherm schloss sich an, fragte aber wegen eines möglichen Ausbaus des Dachgeschosses nach. Architekt Haas beruhigte, dass dieser zwar möglich wäre, jedoch nicht beabsichtigt sei. Die Planungen haben aber auch die Zustimmung der CSU-Fraktion, wie Klaus Sowada ergänzte. Und auch Raimund Michel  betonte, „als angrenzender Nachbar kann ich das nur befürworten“. Er riet allerdings den Bauherrn für ausreichenden Schallschutz zu sorgen.

 


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