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Zinnert ärgert sich über „Rumgreinerei“

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Öffentlichkeit bezüglich noch offener Zahlungen von Strom und Gas für die Wikinger Festhalle  hatte der Stadtanzeiger bereits ein Statement Jürgen Zinnerts eingeholt. Die dem Stadtoberhaupt zu dem Zeitpunkt noch nicht bekannte Tatsache, dass die Faschingsgesellschaft deshalb keinen Rathaussturm durchführen wird, veranlasste das Stadtoberhaupt nun zu einem ausführlichen Statement vor dem Stadtrat, das nachfolgend komplett wiedergegeben werden soll.

Im Gegenwind steuerte das Wikingerschiff im Rahmen der jüngsten Stadtratssitzung.

Der Bürgermeister äußerte sich vor dem Stadtrat wie folgt:

„Es sei mir erlaubt, ein kurzes Statement zum heutigen Bericht der Wikinger im Stadtanzeiger abzugeben, über den ich zunächst einmal etwas befremdet  bin, da solche internen Angelegenheiten zumindest von meiner Seite niemals in die Öffentlichkeit getragen werden würden. Wenn‘s dann aber aus welchen Gründen auch immer dennoch geschieht, sollte auch der Sachverhalt vollständig und richtig dargestellt werden.

Und dieser Sachverhalt stellt sich wie folgt dar: Michael Greiner hat telefonisch bei Frau Fiedler – also nicht beim Kämmerer und nicht bei mir – telefonisch um die Übersendung einer Aufstellung aller noch bestehenden Forderungen der Stadt gegenüber den Wikingern gebeten.

Frau Fiedler hat dies an den Kämmerer weitergegeben und der hat korrekterweise in einem entsprechenden Schreiben sowohl den noch offenen Restkaufpreis für die Halle als auch die noch unbezahlte Nebenkostenforderung aufgeführt. Anstatt nun bei uns anzurufen und darauf hinzuweisen, dass die Nebenkosten nicht mit aufgeführt werden sollten, hat Michael Greiner dann die ihm nicht genehmen Passagen unseres Schreibens handschriftlich durchgestrichen und ist damit zur Bank gegangen.

Gleichzeitig stellten die Wikinger erneut einen Antrag auf Erlass der noch offenen Nebenkosten, der wie Ihr wisst in der letzten Stadtratssitzung mit großer Mehrheit abgelehnt worden ist – nicht zuletzt deshalb, weil uns die Wikinger bislang den Blick in ihre Jahresabschlüsse nicht ermöglicht haben.

Sofort am Tag nach der Stadtratssitzung habe ich Michael Greiner angerufen und ihm dieses Beschluss mitgeteilt, damit er für seine weiteren Finanzierungsverhandlungen Bescheid weiß. Gleichzeitig habe ich ihm angeboten, beim nächsten Gespräch mit seiner Bank teilnehmen zu wollen und um entsprechende Terminvorschläge gebeten.

Nach wenigen Tagen wurde mir dann mitgeteilt, ein solcher Termin sei nicht nötig, vielmehr würde die Bank ein neues Schreiben der Stadt akzeptieren, in dem nur der noch offene Restbetrag für die Halle selbst ausgewiesen wird.

Dieses Schreiben hat Michael Greiner innerhalb kürzester Zeit erhalten.

Wenn nun der Kreditantrag der Wikinger dennoch abgelehnt worden ist, dann mag das an allen möglichen Gründen liegen, mit Sicherheit aber nicht an der mangelnden Unterstützung durch die Stadt.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, Ihr wisst, dass ich bezüglich der strittigen Nebenkostenrechnung, die im übrigen von niemandem storniert worden ist, eine gänzlich konträre Meinung habe als die Mehrheit des Stadtrates. Und ich weiß, dass dies keine Rolle zu spielen hat, sondern ich schlicht und ergreifend einen demokratisch zustande gekommenen Mehrheitsbeschluss umzusetzen habe.

Aber auch mich ärgert es ungemein, wenn nun in aller Öffentlichkeit im wahrsten Sinne des Wortes „rumge-greinert“ wird wegen Vorgängen, die noch nicht endgültig abgeschlossen sind, die uns allen keine Freude machen, sondern nur viel Zeit in Anspruch nehmen und die die Wikinger letztendlich selbst mit verursacht haben.

Und wenn die Wikinger wegen dieser Geschichte gleich ihren Rathaussturm absagen, dann darf sich niemand wundern, wenn dies auf unser allergrößtes Unverständnis stößt.“


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