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Zittersieg gegen Vorletzten

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Um ein Haar hätte es die Bad Bernecker erwischt. Mit einem 2:1-Zittersieg über den Tabellenvorletzten SV Marienweiher, der am Ende nicht einmal verdient war, haben die Kurstädter ihre Spitzenposition in der A-Klasse IX verteidigt.

Am Ende war das Ergebnis das Beste an einem tristen Fußballnachmittag auf tiefem Geläuf. Langsam, so müsste man meinen, habe der TSV sein Glück aufgebraucht. Diesmal reichte es noch: In der 84. Minute gelang das erlösende 2:1. Wer sonst als der überragende Maximilian Völkl hätte es erzielen sollen. Doch auch der Bad Bernecker Mittelfeldregisseur benötigte für sein 14. Saisontor einen Strafstoß, verursacht durch ein Handspiel. Aus dem Feld heraus war auch ihm nichts Zählbares gelungen. Schon die 1:0-Führung in der 17. Minute hatte er vom Elfmeterpunkt aus besorgt.

Die Crux war wieder einmal die Chancenverwertung. Weder Bahar noch Schumacher oder Völkl brachten das Runde im Eckigen unter. Insbesondere in Halbzeit eins hätte man wesentlich höher führen müssen als mit 1:0, da die Gäste spielerisch kaum ein Bein auf den Boden brachten, die Bälle kreuz und quer bolzten.

Das änderte sich aber mit zunehmender Spieldauer, spätestens Mitte der zweiten Hälfte waren die „Weiherer“ auf Augenhöhe. Was aber nicht daran lag, dass der Gast seine spielerische Linie irgendwo auf dem tiefen Geläuf gefunden hatte, sondern vielmehr daran, dass sich die Bad Bernecker dem wilden Gekicke anschlossen. Haarsträubende Ballverluste, schlampige Pässe und schlechte Laufarbeit. In Halbzeit zwei war das Spiel schlechter als das Geläuf. Und das will etwas heißen. So war der Ausgleichstreffer nur eine Frage der Zeit. Angekündigt hatte er sich mehrmals. So schoss Arthur Walz einen von Keeper Uhlig verschuldeten Strafstoß (67.) über den Fangzaun, ehe Florian Gychas Kopfball (74.) vom linken Pfosten zum rechten Pfosten rollte und von dort aus zurück ins Feld sprang.

Dass wenig später Falk Ott zum 1:1 in die Maschen des TSV-Tores traf, nachdem ihm TSV-Libero Klaus Harreis den Ball mundgerecht serviert hatte, war überaus verdient. Nun aber wachte der TSV wieder auf, fing wieder an zu laufen und drückte wie in Halbzeit eins. So gelang der eingangs beschriebene Siegtreffer in der 84. Minute, obwohl in den letzten Spielminuten doch noch einmal kräftig gezittert werden musste.

Fazit des Spiels: Schmeichelhaft, schmeichelhaft. Ein Zittersieg war es. Es hatte den Anschein, als hätten einige TSV-Akteure gedacht, man könnte den kampfstraken Gast ohne Laufarbeit in die Knie zwingen. Letztlich genügte nur die erste halbe Stunden den Anforderungen an einen Tabellenführer. Bester TSV-Akteur war der unermüdlich rackernde Völkl, dem aber auch nicht alles gelang. Eine gute Partie zeigte auch Timo Neukam.


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